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Das UFO - Phänomen - Teil 3

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image Bilder von UFOs aus den 50ern

Nachdem wir uns in unserem mehrteiligen Special zum UFO-Phänomen im ersten Teil mit den Aufsehen erregenden Fällen (von denen die einen eine banale Erklärung gefunden haben und man von den anderen nie wieder etwas gehört hat) des Jahres 2004 beschäftigt haben und im zweiten Teil die Rolle des Militärs und geheimer militärischer Prototypen näher beleuchten, schildern wir im dritten Teil die UFO-Erfahrungen bekannter Wissenschaftler, Astronauten und Piloten. Und eines gleich vorweg, wer glaubt, das berühmte Astronomen oder Astronauten besser zur Aufklärung des Phänomens geeignet sind, wird enttäuscht werden, denn auch hier spiegeln sich verschiedene Meinungen wieder.

Bereits vor dem Vorfall von Roswell, nachdem halb Amerika überall nur noch fliegende Untertassen gesehen hat, gab es Berichte von mysteriösen Leuchterscheinungen. So gab es bereits zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs die so genannten Foo-Fighter, wobei heute nicht mehr nachzuvollziehen ist wobei es sich hier handelte. Fest steht nur, dass es keine Berichte darüber gibt, dass jemand durch sie verletzt wurde und dass sie nicht nur über Europa von Piloten gesehen wurden, sondern auch über anderen Kriegsschauplätzen wie dem Pazifik.

Die Alliierten Piloten dachten zunächst, dass es sich um ein deutsches Waffensystem handelt, weshalb diese Erscheinung auch als „Kraut fireballs“ bekannt ist. Das es sich wie in einigen Quellen behauptet, um deutsche Leuchtspurmunition gehandelt hat, ist nur schwer haltbar, da die überlieferten Berichte von unterschiedlichen Farben und Größenunterschieden reden und viele Piloten auch davon berichten, das die „Foo-Fighter“ sie begleiteten und verschiedene Flugmanöver durchführten. Wobei gelegentlich auch davon berichtet wird, dass sie eine metallische Oberfläche gehabt haben sollen. Eines der extrem seltenen Bilder dieser Objekte finden sie hier.

Als logischste Erklärungen kommen zum einen für dieses Phänomen Elmsfeuer (St. Elmos Fire) in Frage, da diese elektrischen Funkentladungen bei gewittrigen Wetterlagen recht häufig bei Flugzeugen auftreten und zum anderen die mysteriösen Kugelblitze, die auch heute noch nicht endgültig erforscht sind.

Die erste UFO-Sichtung in den USA stammt vom Hobby Piloten Kenneth Arnold vom 24. Juni 1947. Wo er angeblich 9 ungewöhnlich fliegende Objekte nahe des Mount Rainier, im Staat Washington, sah. Er soll die Objekte als „elliptisch“, „extrem glänzend“ und mit einer „Glasglocke“ oben drauf beschrieben haben (wobei Kenneth Arnold in verschiedenen Medien auch mit anderen Eigenschaften zitiert wird). Ein Bild von Kenneth Arnold mit einer Zeichnung der Objekte die er gesehen haben will gibt es hier, wobei seine handgemachten Skizzen eine etwas andere Darstellung liefern.

Die Geschichte wurde von der Associated Press aufgenommen und im ganzen Land verbreitet. Und seine Aussage "they flew erratic, like a saucer if you skip it across the water", führte zu dem Begriff “Flying Saucer” (zu deutsch: fliegende Untertasse). Es folgte eine Inflation von Sichtungen auf der ganzen Welt. [1]

Eine der bekanntesten UFO-Sichtungen stammt dann von keinem geringerem als Clyde W. Tombaugh, dem amerikanischen Astronomen der den Planeten Pluto entdeckte. Tombaugh hatte seine UFO-Sichtung in einer Nacht im August 1949 in New Mexiko. Wobei auch seine Frau und seine Schwiegermutter die geräuschlosen blau-grünlichen Dreiecke für etwa 3 Sekunden sahen.[2]

„I have done thousands of hours of night sky watching, but never saw a sight so strange as this.”

"I doubt that the phenomenon was any terrestrial reflection, because... nothing of the kind has ever appeared before or since... I was so unprepared for such a strange sight that I was really petrified with astonishment."

Etwa im selben Zeitraum gab es auch immer wieder Berichte über grüne Feuerbälle in New Mexiko. Dr. Lincoln La Paz, ein Astronom von der University of New Mexico und ein Experte für Meteore wurden die Erfahrungen von Flugzeugbesatzungen geschildert, die die „Leuchterscheinung“ gesehen hatten, bevor er am 12. Dezember 1948 selbst einen grünen Feuerball sah. Zahlreiche weitere Sichtungen dieses Phänomens wurde in der Folgezeit auch aus Los Alamos berichtet, wo es mit der Zeit keinen Wissenschaftler oder Techniker gab, der nicht dieses Phänomen gesehen hatte. Aufgrund zahlreicher Sichtungsfälle konnte ausgeschlossen werden, dass es sich um ein banales Phänomen handelte und man vermutete zunächst eine sowjetische Spionageaktion. Bevor das Life Magazin 1952 über das Phänomen titelte "Have We Visitors From Space?". [3]

Und obwohl der bekannte Astronom Donald Howard Menzel, Präsident der American Astronomical Society, zahlreiche Bücher über das UFO-Phänomen schrieb, indem er sagte, dass das UFO-Phänomen auf miss gedeutete irdische Phänomene zurück geht, sah auch er diese „Leuchterscheinungen“ im Mai 1949, als er und sein Chauffeur die Holloman Air Force Base verließen. Er schrieb darüber in seinem Buch Flying Saucers (1953): „das er das Phänomen nicht in jedem Detail erklären kann.“ [4]

Im US-Fernsehen sagte der deutsche Autor und Raketenspezialist Dr. Willy Ley (1952) in der Sendung Longines Chronoscope: „Fliegende Untertassen sind ja nicht neu, wenn man die notwendige Zeit hätte, alte Zeitschriften zu lesen, besonders meteorologische Zeitschriften durchzublättern, dann wird man dort Dinge finden, die man heute fliegende Untertassen nennt, das passt zu der Idee, das es ein natürliches Phänomen ist.“ [5]

Im Laufe der Zeit sahen zahlreiche Astronomen UFOs und auch die US-Regierung war durch die zahlreichen Sichtungsfälle der späten 40er und Anfang der 50er aufgeschreckt und gründete das „Project Blue Book“. In einem Interview im amerikanischen Fernsehen (1964) sagte der Pressesprecher der US Air Force Lieutenant Colonel Tacker und der damalige Leiter des Projektes Major Quintanilla jr.: „Es gibt keinen Hinweis darauf, das wir von Außerirdischen besucht worden sind.“ [5]

Das „Project Blue Book“ wurde 1952 (bereits zuvor gab es Project "Sign" (1947-1948), anschließend das Project "Grudge" (1949-1951)) gegründet und untersuchte bis 1969 Sichtungsfälle von UFO-Erscheinungen. Von 12.618 untersuchten Fällen konnten 701 nicht aufgeklärt werden (5,5 % der Fälle). Dabei wurde untersucht, ob von dem Phänomen eine Gefahr ausging und ob es neue technologische Entwicklungen enthielt. Wobei Kritiker, darunter auch namhafte Forscher, bemängeln, das ehr "vertuscht" als aufgeklärt wurde und das von Anfang an als Ziel feststand das UFO-Phänomen herunterzuspielen. Aufgrund des Freedom of Information Act sind die Dokumente heute frei zugänglich und auch über das Internet als Mikrofilm-Archiv abrufbar.

Ein Vorfall zum Beispiel aus dem Sommer 1965, bei dem zahlreiche Augenzeugen, darunter auch mehrere Polizisten der Oklahoma Highway Patrol, sowie Meteorologen, die die Objekte mit dem Wetterradar verfolgten, von seltsamen „Leuchterscheinungen“ sprachen, zeigt die „Aufklärungsarbeit“ des Projectteams. Die Mitglieder des „Project Blue Book“ erklärten nämlich, dass die Augenzeugen nur den Planeten Jupiter und helle Sterne wie Rigel und Betelgeuse gesehen hätten. Dem widersprach allerdings der Direktor der Oklahoma Science and Art Foundation, Robert Wiser, der anmerkte: “That is as far from the truth as you can get. These stars and planets are on the opposite side of the earth from Oklahoma City at this time of year. The Air Force must have had its star finder upside-down during August." [6]

Doch schon im Oktober 1947 enthüllte das US-Militär neue, bis dato geheime, dreieckförmige Flugzeugentwicklungen wie die YB-49 in einer Wochenschau. Diese Entwicklungen stammten von den damals noch eigenständigen Unternehmen Grumman und Northrop. 

Bevor in den 60er Jahren auch der weltbekannte Astronom und Populärwissenschaftler Carl Sagan sich dem Phänomen widmete. Er kam in seinen Büchern aber zu dem Schluss, dass aufgrund der großen Entfernungen zwischen den Sternen interstellar Reisen auch für Außerirdische nicht machbar sind. [7]

In einem Interview kurz vor seinem Tod sagte er noch: Als Wissenschaftler mache ich mir am meisten Sorgen über die Unfähigkeit zu kritischem Denken,… denn ich glaube die Naturwissenschaften sind erprobt und genau, sie sind nicht perfekt, aber sie sind das Beste was wir haben und sie und ihre strengen Maßstäbe aufzugeben, das bedeutet, den Weg zurück ins finstere Mittelalter.“ [8]

Astronauten und ihre UFO-Erfahrungen

Aber nicht nur bekannte Astronomen sahen UFOs sondern auch Astronauten. Denn sowohl der sechste Mann auf dem Mond Edgar Dean Mitchell als auch der Mercury und Gemini Astronaut Gordon Cooper, der sein erstes UFO 1951 über Westdeutschland sah (metallisch silberne fliegende Unterasse), hatten unerklärliche Sichtungen. Wobei aber der bekannteste Fall einer UFO-Sichtungen von NASA Astronauten lückenlos aufgeklärt werden konnte und eine banale Erklärung fand. [9] [10] [11]

Auch US-Präsident sah UFO

Und auch der spätere US-Präsident (1977-1981) Jimmy Carter hatte 1969 eine UFO-Erfahrung, dass er selbst als "self-luminous" Objekt und "as bright as the moon" beschreibt, bei der es sich aber nach Meinung des freischaffenden Journalisten Robert Sheaffer um den Planeten Venus gehandelt hat, da seine Richtungs- und Winkelangaben dazu passen würden. Übrigens versprach er im Wahlkampf, die Wahrheit über das angeblich verschleierte UFO-Phänomen zu enthüllen. [12]

UFO-Crash in Texas ?

Am 19. April 1897 soll ein UFO samt Piloten (die Gebrüder Wright wohl gemerkt flogen erst im Dezember 1903) in dem kleinen texanischen Ort Aurora abgestürzt sein, wie damalige Zeitungen (z.B. Dallas Morning News) berichteten. Leonard David von Space.com schrieb allerdings in einem Artikel für CNN „UFO research: Findings vs. Facts“ im Juni 2006 das die Geschichte eine Fälschung von zwei Betrügern ist und auch der History Channel strahlte in den USA im Juli 2006 eine Dokumentation aus, wo der Vorfall erwähnt wurde und indem gesagt wurde, das nicht ausgeschlossen werden kann, das die Geschichte ein hoax ist.

Quellen und weiterführende Links

[1] http://en.wikipedia.org/wiki/Kenneth_Arnold

[2] http://en.wikipedia.org/wiki/Clyde_Tombaugh

[3] http://en.wikipedia.org/wiki/Green_Fireballs

[4] http://en.wikipedia.org/wiki/Donald_Howard_Menzel

[5] Dokumentation "Die UFO Story" von Matthias Unterburg (Phoenix)

[6] http://en.wikipedia.org/wiki/Project_Blue_Book

[7] http://en.wikipedia.org/wiki/Carl_sagan

[8] Dokumentation von Eric Handley (Deutsche Bearbeitung stammt von Spiegel TV 2003)

[9] http://www.space.com/sciencefiction/phenomena/cooper.html

[10] http://www.space.com/news/spaceagencies/gordon_ufos_000728.html

[11] http://en.wikipedia.org/wiki/Edgar_Dean_Mitchell

[12] http://en.wikipedia.org/wiki/Jimmy_carter

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