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Mariner Sonden

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image Mariner 10

Mariner 2

Die Mariner 2 Sonde war die erste planetarische Mission die erfolgreich an einem anderen Planeten vorbeiflog und dies obwohl es auf ihrer Reise zu mehreren Problemen kam. Mariner 2 war das identische Gegenstück zur gescheiterten Mariner 1 Sonde und das Ziel war ebenfalls der Planet Venus.

Mariner 2 entdeckte die retrograde Rotation der Venus, die heiße Oberflächentemperatur, den hohen Atmosphärendruck und das nicht Vorhandensein eines Magnetfeldes.  Ferner lieferte sie genauere Daten über die Masse der Venus sowie über den Sonnenwind.

Mariner 4

Das Ziel der Mariner 4 Sonde waren die ersten Nahaufnahmen mit detaillierten Informationen über den Planeten Mars. Gestartet wurde die Sonde am 28. November 1964 und nach mehreren Millionen Kilometern flog die Sonde am 14. Juli 1965 am Planeten in 9844 Kilometern Entfernung vorbei.

Außerdem war die Sonde mit Feld- und Partikelexperimenten ausgestattet, inklusive der Messung des marsianischen Magnetfeldes, des kosmischen Staubs und der kosmischen Strahlung und der Solarwinde. Darüber hinaus sollten auch neue Technologien, wie das radio-occultation experiment, erprobt werden. Dabei wurden die Vorteile von Radiowellen ausgenutzt, welche durch die Marsatmosphäre drangen und durch Variationen in der Amplitude, der Frequenz und Phasenlage des zurückkehrenden Signals, konnten Kalkulationen über die Atmosphärendichte und Temperatur durchgeführt werden.

Obwohl der Geigerzähler an Bord der Sonde defekt war, war die Mission dennoch ein Erfolg. Insgesamt wurde 1 % der Marsoberfläche kartografiert. Zunächst war man über die mondähnliche stark verkraterte Oberfläche überrascht, erst später entdeckte man, dass die Geologie im untersuchten Gebiet älter und nicht repräsentativ war.   

Mariner 5 

Mariner 5 wurde von einer Mars Mission zu einer Venus Mission und war die Backup Sonde von Mariner 4. Zur Navigation verwendete die Sonde, wie alle anderen Mariner Sonden auch, unsere Sonne und den Stern Canopus. Die Sonde flog am 19. Oktober  1967 in 4000 Kilometern an der Venus vorbei.

Mariner 6 & 7

Mariner 6 und 7 waren identische Sonden, die am 24. Februar bzw. 27. März 1969 gestartet wurden. Beide Sonden flogen dicht am Mars vorbei und lieferten zahlreiche Bilder. Diese Sonden waren schwerer als alle anderen bis dahin gestarteten planetarischen Sonden und wurde mit einer Atlas Centaur Rakete ins All gebracht.

Das Ziel der Sonden waren das Messen der atmosphärischen Zusammensetzung, des Atmosphärendrucks, die Dichte und die Temperatur. Doch gab es auch Probleme, da zeitweise der Kontakt, aufgrund einer defekten Batterie, zur Sonde Mariner 7 abgebrochen ist. Deswegen mussten auch die Kameras manuell umprogrammiert werden.

Insgesamt wurden 201 Bilder aufgenommen und etwa 10 % der Marsoberfläche abgelichtet. Die Bilder beendeten alle Diskussionen über mögliche künstliche Kanäle auf den Mars und lichteten auch die dunklen Gebiete der Marsoberfläche ab, ohne dass zunächst dafür eine Erklärung gefunden wurde.

Mariner 9

Die Sonde Mariner 9 war identisch mit Mariner 8, die am 8. Mai 1971 kurz nachdem Start, aufgrund einer Triebwerksfehlfunktion in den Atlantik stürzte. Mariner 9 war schwerer als alle vorherigen Versionen und startete mit einer Atlas Centaur Rakete am 30. Mai 1971. Den Mars erreichte die Sonde im November 1971 und nahm 7329 Bilder vom Mars und erstmals auch von seinen beiden Monden (Deimos und Phobos) auf. Sie lieferte wichtige Informationen für das spätere Viking Programm.

Insgesamt wurden etwa 80 % der Marsoberfläche aufgezeichnet und das obwohl bei der Ankunft der Sonde ein Staubsturm den ganzen Planeten verhüllte. Auf den Bildern entdeckten die Forscher unter anderem ausgetrocknete Flussbetten, Krater und Canyons. Außerdem suchte die Sonde nach vulkanischer Aktivität auf dem Mars und fand Unregelmäßigkeiten im Marsgravitationsfeld.

Basierend auf den Daten von Mariner 9 gelang es den Ingenieuren die Viking Landesonden erfolgreich durch die Marsatmosphäre zu bringen. 

Mariner 10

Mariner 10 war der siebte erfolgreiche Start im Mariner Programm  und wurde am 3. November 1973 gestartet. Die Sonde nutzte das Gravitationsfeld der Venus aus, um in Richtung Merkur geschleudert zu werden und war damit die erste Sonde, die zwei Planeten besucht hat. Die Hauptziele der Mission, neben den ersten Nahaufnahmen der Planeten Venus und Merkur, waren das Erforschen der Umwelt, Atmosphäre und Oberfläche von Merkur.

Die Sonde war mit zwei Solarpaneelen bestückt und hatte eine Startmasse von 502,9 kg. Davon entfielen 29 kg auf den Treibstoff und 79,4 kg auf die Instrumente.

Fehlschläge

Mariner 1 – Startete am 22. Juli 1962 und sollte ursprünglich zur Venus fliegen. Wurde aber 293 Sekunden nach dem Start aufgrund eines abweichenden Kurses gesprengt.

Mariner 8 – Sollte 1971 zum Planeten Mars fliegen doch hatte die Trägerrakete kurz nach dem Start eine Fehlfunktion

Mariner 3

Mariner 3 war eine 260 kg schwere batterie- und solarbetriebene Sonde und sollte eigentlich den Roten Planeten erkunden und fotografieren. Doch da sich die Schutzhülle der Rakete nicht abwerfen ließ, gelangte die Sonde nicht auf die vorher bestimmte Flugbahn.

Die wissenschaftliche Nutzlast bestand aus sechs Sensoren. So sollten unter anderem die Partikel des Sonnenwindes und die Intensität des Van Allen Strahlungsgürtels gemessen werden. Außerdem verfügte die Sonde über ein cosmic-ray telescope (Kosmisches-Strahlen Teleskop) um Protonen von drei Energieniveaus aufzuspüren, ein Helium Magnetometer und einen cosmic dust detector (kosmischen Staubdetektor).

28.244 Solarzellen sollten 700 Watt liefern und in der Nähe des Mars immerhin noch 300 Watt. Die Kosten dieser Sonde beliefen sich auf $ 554 Millionen. 

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