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ISS

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Die Internationale Raumstation ist ein Gemeinschaftsprojekt von verschiedenen Staaten. Neben den USA und Russland sind noch die Europäische Union, Japan, Brasilien und Kanada am Projekt beteiligt.

Insgesamt werden die Kosten auf etwa 100 Milliarden EURO geschätzt. Baubeginn war im November 1998 und die Fertigstellung steht buchstäblich in den Sternen, da es schon zu mehreren Verspätungen, aufgrund von Geldproblemen mit dem russischen Swesda Modul und  der Katastrophe des Space Shuttles Columbia, kam. Und gerade die Space Shuttles sind für die Fertigstellung der Raumstation unerlässlich, doch durch das zeitweise Startverbot und den anhaltenden Problemen beim Start eines Shuttles, ist es möglich das die ISS nicht mehr wie geplant fertiggestellt wird, da die „Betriebserlaubnis“ des Space Shuttles im Jahr 2010 abläuft und die verbleibenden Raumschiffe dann "eingemottet" werden sollen.

Und dabei hatte die Raumstation von Anfang an einen schweren Stand, denn die ursprünglichen Pläne der Raumstation Alpha (zunächst auch als Freedom bezeichnet) wurden verworfen und die ISS stellt nur eine abgespeckte Version dieser Station da.

Sie ist eines der größten zivilen Projekte aller Zeiten und profitiert maßgeblich von den Erfahrungen Russlands, die unter anderem mit der Raumstation MIR gesammelt wurden. So wird auch die ISS Modulweise aufgebaut.

Das erste Modul der ISS war dann auch das russische Modul Zarya (Morgenröte), es wurde am 20. November 1998 mit einer Rakete vom Typ Proton ins All gebracht. Anschließend folgte im Dezember desselben Jahres das amerikanische Modul Unity. Es wurde von dem Space Shuttle Endeavour (STS-88) ins All geliefert.

Seit dem 2. November 2000 ist die Station permanent besetzt, wobei lange Zeit (nach der Space Shuttle Katastrophe) nur 2 Besatzungsmitglieder vorhanden waren und erst seit Juli 2006 wieder 3 Besatzungsmitglieder die Station über längere Zeit bewohnen. Neben professionellen Astronauten und Kosmonauten waren auch schon einige Weltraumtouristen für die Summe von $ 20 Millionen Dollar für etwa 2 Wochen an Bord.

Um die ISS fertigzustellen, sind über 40 Raumflüge mit drei unterschiedlichen Transportmitteln (Space Shuttle, Proton und Soyuz) geplant. Des weiteren müssen über 100 Komponenten durch menschliche "Raumspaziergänge" und den Einsatz von Robotern miteinander verbunden werden.

Außerdem wird die ISS ständig durch russische Progress Frachtern mit Nachschub versorgt und seit März 2008 kommt auch das neu entwickelte ATF (Automated Transfer Vehicle) der ESA zum Einsatz [1] und wird dabei auch durch Japan und dessen H-2 Transfer Vehicle (HTV) unterstützt, das aber anders als das europäische System nicht automatisch andocken kann und von dem kanadischen Roboterarm eingefangen werden muss.

Ferner entwickelten die Europäer das Columbus Forschungslabor, das nach mehreren Verzögerungen im Februar 2008 mit dem Space Shuttle Atlantis zur ISS gebracht und am 11. Februar auch montiert wurde. Eigentlich sollte der deutsche Astronaut Hans Schlegel beim ersten Weltraumspaziergang der Mission STS-122 das Modul mit der Station verbinden, doch litt dieser (wie auch viele andere Astronauten vor ihm) an der so genannten Weltraumkrankheit, doch konnte dieser wenigstens am zweiten geplanten Spacewalk teilnehmen und neben dem bewundern der schönen Aussicht auch zusammen mit dem US Astronauten Rex Walheim einen Stickstofftank auswechseln und das Baugerippe der Station erweitern.

Beim Columbus Forschungsmodul handelt sich um einen 4,5 m breiten und 6,7 m langen Zylinder, der eine Lebenserwartung von 10 Jahren hat und dabei helfen soll in unterschiedlichen Forschungsbereichen, wie der Werkstoffkunde (da es zu keinen Sauerstoffeinschlüssen (Lunker) kommen kann) und dem Gesundheitswesen, neue Wege zu gehen.

Wenn die ISS fertig ist, wird sie das Volumen eines 747 Jumbo Jets haben und eigentlich sollte sie eine permanente 6-7 köpfige Besatzung, aus allen Ländern, die am Bau beteiligt waren, beherbergen, doch dies ist aufgrund schrumpfender Budgets wohl nicht mehr realistisch, da z.B. das amerikanische Crew Return Vehicle, welches den Astronauten als Rettungsboot dienen sollte gestrichen wurde und in den nun verwendeten russischen Soyuz-Kapseln nur 3 Personen Platz finden. Die Besatzungen sollten in einem Zeitraum von 3-6 Monaten auf der ISS leben und forschen. Denn ohne die Schwerkraft lassen sich z. B. auf dem Gebiet der Werkstoffkunde neue Forschungen betreiben. Später soll dann die ISS den Menschen als Sprungbrett für bemannte Marsmissionen dienen.

[1] http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,540325,00.html

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