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Herschel Weltraumteleskop

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Das nach dem deutsch-britischen Astronomen benannte Weltraumteleskop ist das bisher größte und vielversprechendste Infrarotteleskop, das unser Verständnis vom Universum revolutionieren könnte.

Mit Herschel sind die Astronomen in der Lage den Ursprung und die Evolution von Sternen und Galaxien nachzuvollziehen. Dabei ist das Teleskop in der Lage sowohl lange als auch kurze Wellenlängen zu sehen, was ihm erlaubt, den für optische Teleskope unsichtbaren Staub zu erforschen und auch die kältesten Regionen des Universums zu studieren.

Der Hauptspiegel hat einen Durchmesser von 3,5 Metern und ist damit viermal größer als alle vorherigen Infrarotteleskopen und ist selbst größer als der Hauptspiegel des Hubble.

An Bord befinden sich 3 wissenschaftliche Instrumente mit hochauflösenden Kameras und  Spektrometern. Die Detektoren werden dabei durch ein ausgeklügeltes Helium-Kühlsystem fast auf den absoluten Nullpunkt heruntergekühlt und das Teleskop kann 6 Farben des infraroten Regenbogens sehen. Jedes Instrument wurde entwickelt um Gas und Staub zu studieren aber bei unterschiedlichen Temperaturen und Stadien, weshalb durch das Zusammenspiel der Instrumente ein großer Bereich des elektromagnetischen Infrarotspektrums analysiert werden kann.

Das 7,5 m hohe und 4 m breite Weltraumteleskop hatte eine Lebenserwartung von mindestens 3 Jahren wird aber spätestens 4 Jahre nach dem Start den Betrieb einstellen müssen, da der flüssige Heliumvorrat dann zu Neige geht.

Bereits 26 Minuten nach dem Start wird das Teleskop sich von der oberen Stufe der Ariane 5 trennen und selbstständig operieren. 2 Wochen danach hat das Teleskop dann seine Position in der Nähe des zweiten Lagrangepunkt erreicht, wo sich die gegenseitigen Gravitationskräfte zwischen Erde und Sonne aufheben.

Die Instrumente

The Heterodyne Instrument for the Far Infrared (HIFI)

Ein hochauflösendes Spektrometer das vorwiegend bisher vernachlässigte Wellenlänge einfangen und analysieren soll. Die Wissenschaftler erhoffen sich durch HIFI neue Informationen über Kometen, der Atmosphäre von Planeten, der Sternentstehung und die Entwicklung nah- und weit entfernter Galaxien.

Es deckt den Wellenlängenbereich von 157-212 Mikrometern und 240-625 Mikrometern ab. Entwickelt wurde dieses Instrument unter Leitung der SRON Netherlands Institute for Space Research in Groningen.

The Photoconductor Array Camera and Spectrometer (PACS)

Dieses Instrument besteht aus einer Farbkamera und einem „imaging spectrometer“. Es hat eine Wellenlängenreichweite von 55-210 Mikrometer. Es erreicht zwar nicht die Auflösung des HIFI, dennoch erhoffen sich die Forscher neue Informationen über junge Galaxien und Gaswolken, aus denen sich Sterne bilden.

 

Das beim Max Planck Institut für Extraterrestrial Physics  entwickelte Gerät kann ferner sowohl als zweifarbige Spezialkamera (Photometer) als auch als Spektrometer arbeiten.

 

The Spectral and Photometric Imaging REceiver (SPIRE)

 

SPIRE arbeitet in Wellenlängen (194-672 Mikrometern) die bisher vernachlässigt wurden und die Wissenschaftler erhoffen sich neue Informationen über die Sternenbildung und entwickelt wurde es unter Leitung der Cardiff University.

 

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