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Gemini Porgramm

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Das Gemini Programm war der Vorläufer zum Apollo Programm. Hier wurden die ersten Versuche unternommen, sich im Weltraum zu einem Rendezvous zu treffen und anzudocken. Außerdem gewann man hier die ersten Erfahrungen im Manövrieren und Steuern einer Raumkapsel, um z. B. die Umlaufbahn zu ändern. Des weiteren testete die NASA hier ihre ersten Weltraumspaziergänge.

Angekündigt wurde es bereits im Januar 1962. Der Name Gemini leitet sich daraus ab, dass jeweils 2 Astronauten an einer Mission beteiligt waren. Nach dem Vorbild der dritten Konstellation des Tierkreises und seiner beiden Zwillingssterne Kastor und Pollux.

Doch die Sowjetunion war auch hier schneller. Der Kosmonaut Alexei Leonow unternahm am 18. März 1965 den ersten Außenspaziergang. Bereits zuvor waren 3 Kosmonauten in einer Wostock-Kapsel ins All geflogen, die eigentlich nur für eine Person entwickelt wurde, doch auf politischen Druck hin, war man gezwungen, die USA auf jeden Fall zu übertreffen.

Raketentyp

Die Gemini Kapseln wurden mit einer Titan II Rakete ins All gebracht. Dieser Raketentyp war wesentlich leistungsstärker als die Redstone Rakete, die noch beim Mercury Programm verwendet wurde. Ursprünglich wurde die Titan Rakete vom amerikanischen Militär entwickelt und als Nachfolger der Atlas Rakete, als Interkontinentalrakete benutzt. Da sie aber zum damaligen Zeitpunkt eine "hohe" Nutzlast tragen konnte, wählte die NASA diese Rakete für das Gemini Programm aus. Auch wenn für eine bemannte Mission erst ihre Zuverlässigkeit erhöht werden musste.

Gemini Kapsel

Die Gemini Kapsel war eine vergrößerte Version der Mercury Kapsel und wurde von McDonell Aircraft Cooperation in St. Louis, Missouri gefertigt. Sie war 5,8 m lang und hatte einen Durchmesser von 3 m. Ihr Gewicht betrug 3810 kg. Der Nickname der erste Gemini Kapsel war "Molly Brown", Kommandant Virgil Grissom gab ihr diesen Namen. Alle anderen hatten lediglich römische Ziffern.

Nachdem die Gemini Kapsel, dank ihres Hitzeschildes, durch die Erdatmosphäre gekommen war, öffnete sich ein Fallschirm und die Kapsel setzte auf dem Wasser auf. Danach öffneten sich automatisch mehrere "Airbags", die die Kapsel über Wasser hielten. Anschließend wurden die Astronauten von Marinetauchern unterstützt und mit einem Helikopter zum nächsten Flugzeugträger gebracht.

Gemini 8

Gemini 8 hatte mit ernsten Problemen zu kämpfen, verursacht durch einen elektrischen Kurzschluss im Kontrollsystem. Beim ersten Andockmanöver an das Gemini Agena target vehicle (GATV-5003) kam es zu einem Trudeln. Hinzu kam, dass zunächst die Absprengung versagte, eine Stabilisierung war zunächst nicht möglich, da eines der Einlassventile sich verklemmt hatte, das Wiedereintrittskontrollsystem (RCS) musste vorzeitig aktiviert werden, erst dadurch wurde das starke Trudeln behoben. Dadurch folgte eine Landung in der zweiten Landezone im Südchinesischen Meer. 3-5 m hohe Wellen führten zu starker Übelkeit bei den Astronauten.

Gemini 9

Da die Originalcrew bei einem Flugzeugabsturz am 28. Februar 1966 ums Leben kam, wurde bei Gemini 9 die Backup Crew eingesetzt. Weitere Probleme ergaben sich dadurch, dass Gene Cernan bei seinem Raumspaziergang einen defekten Raumanzug hatte und er wesentlich höheren Belastungen ausgesetzt war, die zu einem starken Gewichtsverlust führten.

Gemini 12

Edwin Buzz Aldrin verfasste am MIT seine Doktorarbeit über Kopplungsmanöver im Orbit, dies war ein glücklicher Umstand, da der Bordcomputer den Datenempfang vom Rendezvousschiff verweigerte und Aldrin auf der rechten Seite saß, so konnte er mit einem Sechstanten und Navigationskarten, die für den Fall einer Fehlfunktion entwickelt worden waren, seinem Kommandanten Lovell zu einem erfolgreichen Rendezvous führen. Des weiteren wurden bei dieser Mission 3 Spacewalks von Aldrin durchgeführt, damit hatte Aldrin den bis dahin längsten Außenaufenthalt. Commander James Lovell war aufgrund seiner früheren Erfahrungen der Rekordhalter unter den Astronauten.

Die Ziele dieses Programms waren es:

  • Einen bemannten Raumflug von zwei Wochen dauer durchzuführen
  • Ein Rendezvous- und Andockmanöver mit zwei Raumkapseln im Orbit durchzuführen
  • Die Perfektionierung des Wiedereintritts und Landemanövers

     

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