Hermann Oberth
Neben Robert H. Goddard (1882-1945) und Konstantin Ziolkowski (1857-1935) gehört Hermann Oberth zu den Pionieren der Raketentechnik und machte sich damit unsterblich.
"Es ist auf der Welt nichts unmöglich, man muss nur die Mittel entdecken, mit denen es sich durchführen lässt."
Hermann Oberth wurde am 25. Juni 1894 in Hermannstadt in Siebenbürgen (damals gehörte es zu Österreich-Ungarn und liegt heute in Rumänien) geboren. Bereits mit 13 Jahren (1907) begann er mit seinen theoretischen Überlegungen. Er wurde durch die Werke Jules Vernes insbesondere durch die Werke Von der Erde zum Mond (1865) und Reise um den Mond (1870) für die Raumfahrt begeistert.
Doch begann er 1912 auf Wunsch seines Vaters, der selbst Arzt war, erst ein Medizinstudium in München. Aufgrund des 1. Weltkrieges musste er dieses unterbrechen, wo er an der Ostfront als Infanterist verwundet wurde und später Sanitätsdienst leistete. Nach dem Ende des Krieges 1918 heiratete er Maria Hummel, mit der er 4 Kinder bekam (wovon zwei im 2. Weltkrieg sterben sollten), und setzte zunächst sein Medizinstudium fort, das er aber ein Jahr später abbrach, um Physik zu studieren. 1922 folgte dann seine Doktorarbeit mit dem Titel „Die Rakete zu den Planetenräumen“, welche aber als Utopie zurückgewiesen wurde. Da Oberth aber von seinem Werk überzeugt war und sich zunächst kein Verleger fand veröffentlichte er sein Werk 1923 auf eigene Kosten.
Die Rakete zu den Planetenräumen beschreibt den Aufbau einer Wasserstoff- und einer Alkoholrakete und ferner beschäftigt sich Oberth hier auch mit Themen der Weltraummedizin wie Schwindelgefühlen.
Wernher von Braun schrieb zur dritten Ausgabe (1960) des Buches das Vorwort und meinte am 24. Juni 1954: “In prophetischer Klarheit beschreibt Hermann Oberth alle wesentlichen Elemente unserer heutigen Großraketen, die von zeitgenössischen Schreibern oft für Erfindungen der letzten Jahre gehalten werden. Darüber hinaus entwickelt er die theoretischen Grundlagen für Prinzip und Arbeitsweise von Flüssigraketen und ihrer Steuerungsmethoden.“
In seinem Buch „Wege zur Raumschiffahrt“ (1929) beschrieb er darüber hinaus bereits das Ionentriebwerk – welches erst 1998 bei der amerikanischen Deep Space One Sonde gestestet werden sollte.
1929 arbeite Oberth als wissenschaftlicher Berater an Fritz Langs Film „Frau im Mond“ mit, wo er zu dessen Premiere eine Rakete starten sollte, die aber nicht abhob. Im gleichen Jahr lernte er auch Wernher von Braun kennen.
1941 erhielt Hermann Oberth die deutsche Staatsbürgerschaft und arbeitete unter einem Decknamen (Fritz Hann) an der Heeresversuchsanstalt in Peenemünde u.a. kurze Zeit an der V-2 Rakete mit, bevor er 1943 Feststoffraketen in Reinsdorf bei Wittenberg entwickelte.
Nach dem Krieg arbeitete Oberth zunächst in der Schweiz als Berater und später für die italienische Marine wiederum an der Entwicklung von Feststoffraketen.
1955 folgte er einer Einladung seines ehemaligen Schülers Wernher von Braun in die USA und arbeite an der Entwicklung von Raketen für die NASA. Zunächst in Huntsville, Alabama (1955-1958) und später in San Diego, Kalifornien (1961-1962) bei der Convair Corporation als technischer Berater für die Atlas Rakete.
1962 trat er im Alter von 68 Jahren in den Ruhestand. Von 1965-1967 war Oberth Partei-Mitglied der NPD (Nationaldemokratische Partei Deutschlands).
Hermann Oberth vertrat die Auffassung, dass UFOs außerirdische Besucher sind und sagte: "It is my thesis that flying saucers are real, and that they are space ships from another solar system. I think that they possibly are manned by intelligent observers who are members of a race that may have been investigating our earth for centuries..." [1] [2] Ferner war er auch Anhänger der Prä-Astronautik Theorie und schrieb so das Vorwort zum Buch „Unsere Lehrmeister aus dem Kosmos. Sie waren und sind wieder da. Exoarchäologie: Die große Wende“ (1982) von S. E. Waxmann.
Oberth verstarb im Alter von 95 Jahren am 28. Dezember 1989 in Nürnberg. In Star Trek ist die Oberth-Schiffsklasse nach ihm benannt und in der Physik der Oberth-Effekt. [3] Ferner trägt ein Krater auf dem Mond seinen Namen.
[1] http://www.mufon.com/znews_oberth.html
[2] http://en.wikipedia.org/wiki/Hermann_Oberth
[3] http://en.wikipedia.org/wiki/Oberth_effect



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