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Kurzlebige Phänomene auf dem Mond

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Wenn man lang genug auf den Mond schaut, fängt man an Dinge zu sehen. "82 Dinge um genau zu sein," sagt Bill Cooke, Leiter von NASA's Meteoroid Environment Group. So viele "kurzlebige Phänomene" hat die Gruppe auf Video aufgezeichnet, seit sie angefangen hat den Mond im November 2005 zu beobachten.

In 107 Stunden Beobachtung haben wir 20 Mondmeteoroiden aufgenommen + mindestens 60 Satelliten welche die Erde umkreisen + ein Flugzeug + einen terrestrischen Meteoroiden = 82 Ereignisse zusammen.

Dies ist die erste systematische Zählung von Phänomenen auf der Nachtseite des Mondes. "Es gibt Astronomen einen Einblick, was bei einem Beobachtungsprogramm des Mondes, von der Erde aus zu erwarten ist."

Cooke's Hauptziel sind Mondmeteoroiden -- Lichtblitze die auftreten wenn Meteore die Mondoberfläche treffen: Video. "Von den 20 Mondmeteoroiden, die wir bisher gesehen haben, stammten etwa die Hälfte aus den bekannten Meteoritenregen, wie den Leoniden und den Geminiden. Die andere Hälfte sind zufällige Meteoroiden, die uns vollständig überrascht haben." Die NASA bereitet sich darauf vor, Astronauten zum Mond zurückzuschicken und interessiert sich verständlicherweise dafür, wie oft dies geschieht.

Alles andere was wir bisher sahen war ein Zufall -- etwas flog vor dem Mond her, während wir beobachteten." Am häufigsten waren dies Satelliten welche die Erde umkreisen und Teile von Weltraummüll. Dieser Orbcomm A4 Kommunikationssatellit ist ein typisches Beispiel: 

NORAD verfolgt mehr als 10.000 Objekte welche die Erde umkreisen und größer sind als 10 cm. "Einige von ihnen müssen vor dem Mond herfliegen, während wir beobachten," sagt er. Objekte wie Orbcomm sind sehr einfach als Satelliten zu identifizieren. Taumelnder Weltraummüll ist wesentlich schwieriger zu identifizieren: "Ein plötzliches Flackern von einer Oberfläche, die von der Sonne beleuchtet wird, sieht einem Lichtblitz auf dem Mond sehr ähnlich," erklärt er. "Wir müssen also sehr vorsichtig sein. Wenn wir einen Lichtblitz auf dem Mond sehen, prüfen wir immer doppelt, dass es kein Müll war, der genau zu diesem Zeitpunkt vorbeiflog.

In den Tagen des Apollo Programms hatten Astronomen diese Probleme nicht. "Es gab nur wenige Satelliten in der Erdumlaufbahn, und Vorbeiflüge vor dem Mond waren selten," sagt er. "Aber nun sehen wir ein oder zwei jede Nacht."

Hier ein Rätsel: "Können Sie Dieses Objekt identifizieren?" lacht Cooke." Flugzeuge mag ich am liebsten."

Bisher haben sie erst einen Erdmeteor gesehen -- einen Meteoriten, der sich in der Erdatmosphäre vollständig auflöst: Video. Dies mag verwirrend wirken. Während eines typischen Sternschnuppenregens sehen Amateurbeobachter dutzende Sternschnuppen. Warum hat die NASA nur eine einzige gezählt? "Das Bildfeld durch das Teleskop ist zu schmal," erklärt Cooke. Das menschliche Auge ist wesentlich besser für die Beobachtung von Sternschnuppen geeignet.

Er interessiert sich sowieso mehr für den Mond. Explodierende Meteoroiden, taumelnde Satelliten und Flugzeuge: "Es ist eine großartige Show." Was kommt als nächstes? "Wir werden weiter beobachten, also bleiben Sie dran."

Quelle: Science@NASA

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