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Flüssige Seen auf Titan

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Wie in der Titelgeschichte des Fachblattes Nature geschildert sind sich nun die Wissenschaftler sicher, dass Methanseen auf dem Saturnmond Titan existieren.

Zuletzt lieferten Radarbilder vom 22. Juli 2006, während eines Vorbeiflugs, überzeugende Beweise für seenähnliche Landschaften und ein aktuelles Falschfarbenbild gibt einen guten Eindruck von dem, was jemand aus der Luft auf Titan sehen würde.

Dunkle Flecken auf den Radarbildern wurden zwar schon vorher als Seen interpretiert, da die geringe Radarrückstrahlung und die seenähnliche Morphologie dies nahe legten, zumal auch zahlreiche Kanäle in diesen „Seen“ mündeten, doch nicht alle Wissenschaftler schlossen sich dieser Argumentation an.

Doch die Vielzahl an Daten, die durch Cassini gesammelt werden, lässt eigentlich keinen anderen Schluss zu, denn es wurden auf den Bildern mehr als 75 solcher dunklen Flecken entdeckt, die in ihrer Größe zwischen 3 – 70 Kilometern schwanken.

Einige dieser Seen sehen dabei trocken aus, während andere definitiv mit einer Flüssigkeit gefüllt sind. Wobei manche davon aber nicht randvoll sind und dies wahrscheinlich auch nie waren oder in der Zwischenzeit teilweise ausgetrocknet sind.

Etwa 15 dieser Seen haben dabei die größte Ähnlichkeit mit irdischen Seen, welche durch einen Einschlag oder einen Vulkan entstanden sind, wobei diese Titanseen aber wahrscheinlich nicht durch einen Asteroideneinschlag entstanden sind, da ihre verschachtelte Struktur und ihre geringe Größe dem widersprechen.

Damit sind diese Seen auf der nördlichen Hemisphäre des Saturnmondes der bisher beste Beweis nicht nur für flüssige Methanseen, sondern auch für einen meteorologischen Wasserkreislauf, inklusive Methanregen (wobei aber auch die Möglichkeit besteht, dass das flüssige Methan aus unterirdischen Quellen stammt).

Wahrscheinlich expandieren die Methanseen im Winter, während sie auf der anderen Hemisphäre, auf der dann gerade Sommer herrscht, schrumpfen oder gar austrocknen. Und da der Saturn rund 29 Jahre für einen Umlauf um die Sonne benötigt, dauern die Jahreszeiten auf dem Ringplaneten „geringfügig“ länger.

Quelle: JPL

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