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Durchgang von Merkur im Röntgenlicht

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Um die Kraft und Schönheit eines typischen Sterns der G-Klasse zu sehen, brauchen Sie nur auf dieses Foto zu schauen.

Der winzige schwarze Fleck ist Merkur. Der Stern, der im Hintergrund scheint, ist unsere Sonne.

Das neue Sonnenobservatorium der japanischen Weltraumagentur, Hinode (vorher bekannt als Solar B), nahm das Bild am 8. November auf, als Merkur seinen seltenen Sonnendurchgang begann. Viele Menschen weltweit sahen und fotografierten das Ereignis, aber Hinode´s Foto ist wie kein anderes, da es den Blick durch ein Röntgenteleskop zeigt. 

"Hinode's Röntgenteleskop, das XRT, ist das beste Sonnenteleskop, das jemals im All war," sagt John Davis, NASA's Hinode Projektleiter am Marshall Space Flight Center. "Das XRT hat eine Auflösung im Bereich von Bogensekunden und kann ein Bild pro Sekunde aufnehmen."

Röntgenstrahlung interessiert Sonnenphysiker, weil sie die heißesten Gase in der Atmosphäre der Sonne zeigen. Die hellen Stellen direkt über Merkur sind zum Beispiel eine gigantische Masse von Millionen Grad heißem Plasma, das im Magnetfeld eines Sonnenflecks gefangen ist. Durch ein optisches Teleskop wäre diese heiße Masse fast vollständig unsichtbar.

"Dies sind wahrhaftig einmalige Bilder," sagt Davis.

Als der Durchgang begann, also als Merkur sich vor die Sonnenscheibe schob, vergrößerte Hinode den Bereich mit einem seiner anderen Teleskope, den SOT (Solar Optical Telescope). Die Bilder zeigen Merkur als vollwertige Planetenscheibe:

Davis weißt besonders auf "die Bewegungen im Hintergrund" hin. Die Oberfläche der Sonne kocht wie Wasser auf einer heißen Herdplatte. Jedes dieser blubbernden "Körnchen" hat etwa die Größe eines Kontinents auf der Erde.

Hinode, das im September gestartet wurde, befindet sich noch immer in der Einarbeitungsphase der Mission. Die Controller testen Hinode's Teleskope und andere Systeme und erwarten nicht vor Januar mit den wissenschaftlichen Operationen anzufangen. Der Durchgang von Merkur war nur ein kleiner Vorgeschmack von dem, was noch folgen wird.

Quelle: JAXA

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