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First Light für Hinode

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Bereiten Sie sich auf fantastische Bilder der Sonne vor.

Das "Solar Optical Telescope" (SOT), an Bord des Japanischen Hinode Raumschiffs, hat seine Türen geöffnet und damit begonnen Bilder zu machen. Unten sieht man das erste Bild, das am 23. Oktober aufgenommen wurde. Die dunklen und hellen Klümpchen sind Körnchen auf der Sonne, Ansammlungen von heißen Gasen, die aufsteigen und wieder herunterfallen, wie Wasser auf einer heißen Herdplatte. Jedes Klümpchen ist etwa so groß wie ein Kontinent auf der Erde. SOT kann solche Details aus dem Erdorbit, aus einer Entfernung von 150 Millionen Kilometern sehen.

"Wir haben bestätigt, dass SOT eine sehr hohe räumliche Auflösung von 0,2 Bogensekunden erreicht, was eines der Hauptziele des Instruments ist," gibt die Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA), in einem Bericht vom 31. Oktober bekannt. Eine Bogensekunde ist das Äquivalent zu 1/3600 eines Grades -- oder etwa der Dicke eines menschlichen Haares in einer Entfernung von 100 Metern. 

Hinode (Japanisch für Sonnenaufgang, vorher bekannt als Solar B) wurde am 22. September vom Uchinoura Space Center in Kyushu, Japan gestartet. "Es befindet sich auf einer Mission die Sonne zu untersuchen -- speziell Sonnenflecken, aus denen gewaltige Flares und Sonnenstürme entstehen," sagt John Davis, der NASA Solar-B Wissenschaftler an NASA's Marshall Space Flight Center. Astronomen untersuchen Sonnenflecken seit Galileos Tagen vor 400 Jahren, wissen aber immer noch nicht, wie sie einen Ausbruch vorhersagen können. Daten von Hinode könnten dieses Rätsel lösen.

Hinode hat 3 Teleskope an Bord:

Das Solar Optical Telescope (SOT) liefert kristallklare Bilder von der Sonnenoberfläche. Ein Vektor-Magnetograf, der mit SOT verbunden ist, ist in der Lage die Magnetfelder der Sonnenflecken zu verfolgen, welche die Energie für die explodierenden Flares beherbergen. (Techniker arbeiten noch daran den Magnetografen online zu bringen.)

Das X-ray telescope (XRT) sieht millionen Grad heißes Gas, das im magnetischen Griff der Sonnenflecken gefangen ist und sich, weiter oben, in der Sonnenatmosphäre, der Korona, befindet. Aus Gründen, die niemand versteht, ist die Korona viel heißer als die Sonnenoberfläche -- ein weiteres Rätsel, dass Hinode vielleicht hilft zu lösen. XRT wurde am 25. Oktober in Betrieb genommen: Bild.

Das Extreme Ultraviolet Imaging Spectrometer (EIS) ist ein Instrument, mit dem man spezifische Spektrallinien identifizieren kann, die durch Ionen in der Sonnenatmosphäre freigesetzt werden. Durch die Beobachtung dieser Spektrallininen und deren Wanderung (Doppler Verschiebung), können Astronomen Material verfolgen, wie es über die Sonne wandert. Filme des EIS werden nicht nur unterhaltsam sein, sondern auch entscheidende Hinweise auf das Doppelrätsel der Flares und der koronalen Erhitzung liefern. EIS wurde am 28. Oktober in Betrieb genommen: Bild.

Während des kommenden Monats werden die Missionsleiter und Wissenschaftler "vom Testen der Grundoperationen der Teleskope hin zum operativen Betrieb fortfahren," so die Aussage von JAXA. Im Dezember 2006 "ist geplant eine Zusammenfassung der ersten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Testbilder zu veröffentlichen." Und dann wird der Fluss von fantastischen Bildern beginnen. Bleiben Sie dran für Updates von Hinode auf Science@NASA.

Hinode ist eine Gemeinschaftsmission der Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA), dem National Astronomical Observatory of Japan (NAOJ), der National Aeronautics and Space Administration (NASA) und dem Particle Physics and Astronomy Research Council (PPARC).

Quelle: Science@NASA

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