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Europa geht auf die Suche nach felsigen Planeten

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Im Dezember diesen Jahres startet das europäische Teleskop COROT, das einmal im Orbit angekommen, mit der Suche nach einer zweiten Erde beginnen soll.

COROT (Convection Rotation and planetary Transits) soll hunderte wenn nicht gar tausende von Sternen während seiner 2,5 Jahre dauernden Mission untersuchen und dabei seine Augen offen halten für eventuelle extrasolare Planeten.

Seit der Entdeckung des ersten extrasolaren Planeten 51 Pegasi b im Jahr 1995 wurden mehr als 200 Planeten um ferne Sterne entdeckt. Doch dabei handelt es sich fast ausnahmslos um Riesenplaneten vom Typ des Jupiters. Mit COROT soll nun die Grenze des Wissens erweitert werden und auch kleinere Planeten aufgespürt werden.  

Dabei hält das Teleskop nach winzigen Veränderungen im Sternlicht Ausschau, die entstehen wenn ein Plant an der Front des Sterns, von uns aus betrachtet, vorbeizieht. Diese Methode wird auch schon jetzt von erdbasierten Teleskopen angewendet und die meisten Planeten die aufgespürt wurden waren so genannte „hot Jupiters“, jupiterähnliche Planeten die sehr dicht um ihren Stern kreisen und deshalb extrem heiß sind.

COROT ist spezialisiert auf Planeten die schneller als in 50 Tage um einen Stern kreisen und dies würde sie dichter an den Stern heranführen als in unserem Sonnensystem der Planet Merkur.

Um einen normalen Stern, wie bei unserer Sonne, wäre auf so einen Planeten Leben ausgeschlossen, da die Oberflächentemperaturen viel zu hoch wären flüssiges Wasser zuzulassen, doch bei einem Roten Zwergstern, von denen es eine ganze Menge da draußen gibt, wäre diese Entfernung genau richtig um in der bewohnbaren Zone zu liegen.

Geführt wird diese Mission von der französischen Raumfahrtbehörde CNES und der Hauptspiegel des Teleskops besitzt einen Durchmesser von 30 Zentimetern, mit dem das Licht der Sterne aufgefangen wird und bevor es zu einer zweiteiligen Kamera weitergeleitet wird.

Ein Teil der Kamera ist dafür ausgelegt nach Planeten zu suchen, während der andere Teil nach kleinsten Variationen im Sternenlicht sucht.

Durch die Analyse von Soundwellen, dem äquivalent von seismischen Wellen auf der Erde, können die Astronomen auch einen internen Blick auf den Stern werfen, diese Technik auch als „asteroseismology“ bekannt wurde schon bei dem europäischen Sonnenbeobachter Solar and Heliospheric Observatory (SOHO) eingesetzt.

Quelle: ESA

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