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Mars Express: Das Marsgesicht in 3D

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Um keinen anderen Planeten unseres Sonnensystems drehen sich so viele Gerüchte und Legenden wie um den Roten Planeten. Insbesondere die Cydonia Region beflügelte dabei die Fantasie, dem Ort des legendären Marsgesichts.

Die ESA versuchte schon mehrfach die Cydonia Region mit ihren hoch auflösenden Augen an Bord der europäischen Sonde Mars Express abzulichten, doch atmosphärische Störungen und Sandstürme verhinderten dies. Am 22. Juli diesen Jahres war es dann aber so weit, die High Resolution Stereo Camera (HRSC) fotografierte die Cydonia Region in einer bisher unerreichten Detailgenauigkeit.

Die legendäre Cydonia Region liegt bei 40.75° Nord und 350.54° Ost und wurde mit einer Bildauflösung von 13,7 Metern pro Pixel erfasst.

„Diese Bilder der Cydonia Region des Mars sind wirklich spektakulär“ sagt Agustin Chicarro, Projektwissenschaftler bei der ESA. „Sie liefern nicht nur für Fans von Space Mythen einen frischen und detaillierten Blick auf dieses Gebiet, sondern sind auch für Geologen von großem Interesse.“

Cydonia liegt in der Arabia Terra Region und liegt an der Grenze zwischen dem südlichen Hochland und den nördlichen Ebenen. Und genau dies begünstige die Popularität der Region, da die einzigartige Geologie der Region mit ihren vielen verschiedenen Felsen, die sowohl in ihrer Größe als auch in ihrer Form variieren, bei einem Spiel aus Licht und Schatten, mit ein bisschen Fantasie, begünstigt durch die geringe Auflösung der Kameras des Viking 1 Orbiter, ein menschähnliches Gesicht erkennen ließen.

Auf einer Pressekonferenz am 31. Juli 1976 wurde das Bild der Öffentlichkeit vorgestellt und gesagt, das die Formation einem menschlichen Kopf ähnelt („resembles a human head“), dies aber nur eine optische Illusion ist, die durch den Beleuchtungswinkel der Sonne begünstigt wurde.

Aber wie so oft sahen und hörten viele Menschen nur das was sie hören wollten und der Mythos von künstlichen Gebilden auf dem Mars war geboren, zumal einige Buchautoren auch in der Nähe des Marsgesicht Marspyramiden erkennen wollten und dies in Zusammenhang mit der Sphinx und den Pyramiden von Gizeh stellten.

Es dauerte schließlich bis zum April 1998 bzw. bis 2001 bevor die amerikanische Sonde Mars Global Surveyor neue Bilder vom Marsgesicht lieferte, das eindeutig den natürlichen Ursprung verdeutlichte.  

Aber die neuen Bilder liefern auch neue Daten für Geologen, die dieses Gebiet bisher ehr stiefmütterlich behandelt haben. Auf der ESA Seite heißt es dazu: While the formations aren't of alien origin, they are nevertheless of significant interest to planetary geologists.”

Quelle: ESA

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