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Warteschlangen im All: Russen verschieben Start der Sojus Kapsel

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Da die Raumfähre Atlantis noch nicht abgehoben ist und in den kommenden Tagen schon die neue Langzeitbesatzung der ISS sowie der erste weibliche Weltraumtourist starten sollten, hat die russische Weltraumagentur deren Start verschoben um der NASA ein zusätzliches Zeitfenster zu ermöglichen.

Die NASA geht nach zwei Shuttlekatastrophen auf Nummer sicher, auch wenn dies bedeutet das so die Pläne aller anderen Weltraumnationen behindert werden und die ISS wohl nicht mehr wie geplant fertig gestellt werden kann, da die Betriebserlaubnis der Shuttles im Jahr 2010 abläuft und bis dahin es nicht möglich erscheint die ISS, wie geplant, fertig zu stellen, zumal kaum noch ein Starttermin eingehalten wird und nach wie vor Schaumstoffteile beim Start abplatzen.

So war es dieses mal zunächst ein Blitzeinschlag in die Startrampe und dann der Hurrikan Ernesto, weshalb die Atlantis vom Startplatz zurück in den Hanger gerollt werden musste. Und als ob die NASA nicht schon genug unter Druck stehen würde, plante die russische Weltraumagentur den nächsten Sojus-Start für Anfang September. Jetzt hofft die NASA das Space Shuttle Atlantis gegen Ende nächster Woche starten zu können, vorausgesetzt dass nicht der nächste Tropensturm aufzieht, da die Hurrikan Saison begonnen hat.

Die Mission STS-115 wird ein zweites Set von Solarpanellen an der ISS installieren und die Energieversorgung der Station nahezu verdoppeln.

Mit der nächsten Sojus Kapsel soll am 18. September die nächste Langzeitbesatzung bestehend aus einem Amerikaner und einem Russen aufbrechen, sowie die gebürtige Iranerin Anousheh Ansari, die wegen medizinischer Einwände gegen den eigentlich vorgesehenen japanischen Weltraumtouristen Daisuke Enomoto am 21. August, den Vorzug erhalten hat.

Die 39-jährige (ihr Geburtstag ist am 12. September) ist dabei in der Raumfahrt keine unbekannte, da schon der X-Prize am 6. Mai 2004, aufgrund einer großzügigen Spende von ihr und ihrem Schwager in Ansari X Prize umbenannt wurde.  

Für ihren Kurztrip, denn sie wird mit der aktuellen Langzeitbesatzung wieder zurückkehren, zahlt die Geschäftsfrau 20 Millionen Dollar an die russische Raumfahrtagentur. Besonders erwähnenswert ist noch, dass sie plant sowohl die amerikanische als auch die iranische Flagge an ihrem Raumanzug zu tragen, da sie sich mit beiden Ländern verbunden fühlt und ihr Weltraumleidenschaft durch die Fernsehserie Star Trek entbrannte.

Quelle: Human Spaceflight

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