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NASA, DLR und Caltech unterstützen die neue Planetendefinition

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Unser Sonnensystem hat mit Pluto einen Planeten verloren dafür aber die neue Kategorie der Zwergplaneten gewonnen. Doch wie finden die Experten die neue Planetendefinition?

Nachdem sich die deutschen Medien wie Spiegel Online einen Skandal basteln und auf eine Verschwörung hindeuten (Planetenstreit eskaliert – Pluto-Fans schlagen zurück) oder wie Die Welt (Titelanmaßung im All), zwar wesentlich sachlicher argumentieren, aber mit nicht nachvollziehbaren Zahlen hantieren (so wurden nach Meinung des Redakteurs bisher 150 extrasolare Planeten entdeckt, wohingegen das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das California & Carnegie Planet Search Institut (auf ihrer Seite http://exoplanets.org) von 180 sprechen, während die europäische Forschergemeinde auf ihrer offiziellen Internetseite http://exoplanet.eu mit den kürzlichen entdeckten Planeten sogar auf 204 kommt).

Die Experten begrüßen die Entscheidung der International Astronomical Union, auch wenn in den USA „überraschenderweise“ nicht alle Wissenschaftler begeistert sind, das der einzige von einem amerikanischen Astronomen entdeckte Planet, nun kein Planet mehr ist. So äußerte sich Mike Brown vom Caltech, der Entdecker zahlreicher Objekte des Kuiper Gürtels, der auch das nun als Zwergplaneten eingestufte Objekt 2003 UB313 (von Brown selbst auf Xena getauft) entdeckte, die Entscheidung der IAU. Brown sagte: "I'm of course disappointed that Xena will not be the tenth planet, but I definitely support the IAU in this difficult and courageous decision. It is scientifically the right thing to do, and is a great step forward in astronomy."

Dr. Paul Hertz, Chefwissenschaftler der NASA sagte: "NASA will, of course, use the new guidelines established by the International Astronomical Union". Und natürlich hält die NASA an ihrer Entscheidung fest, den Zwergplaneten Pluto, sowie weitere Objekte des Kuiper Gürtel, durch die bereits gestartete New Horizons Sonde zu untersuchen, auch wenn die an dieser Mission beteiligten Wissenschaftler von der Entscheidung enttäuscht sind, schließlich musste um die New Horizons Sonde nicht zuletzt vor dem US Senat um die Finanzierung gekämpft werden und da war es natürlich hilfreich, das Pluto als der letzte Planet galt, der noch von keiner Sonde besucht wurde.

Der Direktor des Instituts für Planetenforschung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Tilman Spohn sagte auf der Internetseite des DLR: "Aber im Grunde ist die Definition von Planeten der IAU weitesgehend gut nachzuvollziehen – und daher ist es auch schlüssig, den seit seiner Entdeckung 1930 lieb gewonnenen Pluto mit seinem Mond Charon nicht länger zu den eigentlichen Planeten zu zählen, sondern ihm und seinen Verwandten eine eigene Klasse zuzuordnen."

Ferner sagte er: "Durch die immer ausgefeiltere Beobachtungstechnik werden schon in naher Zukunft sicher noch eine ganze Menge weiterer Körper jenseits des Neptun entdeckt werden, die aber eigentlich zu einer ganz anderen Klasse von Körpern des Sonnensystems gehören – und die ja nun mit den 'Zwergplaneten' auch ihre Einordnung bekommen haben."

Quelle: JPL / DLR

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