Poll: Weltraumtourismus
Für welchen Betrag würdest du ins All fliegen?
Home | News | FUSE Satellit löst das Geheimnis des verschwundenen Deuteriums

FUSE Satellit löst das Geheimnis des verschwundenen Deuteriums

Font size: Decrease font Enlarge font

Wissenschaftlern gelang es mit NASA's Far Ultraviolet Spectroscopic Explorer (FUSE) ein 35 Jahre altes Geheimnis zu lösen.

Deuterium, welches auch als schweres Wasser bekannt ist (wenn man den Wasserstoff durch Deuterium ersetzt) ist ein Wasserstoffisotop, bei dem der Deuteriumkern aus einem Proton und einem Neutron besteht.

Die Antwort „ist aufregend und überraschend“ sagt der Forschungsleiter, da es die bisherigen Theorien über die Stern- und Galaxieentstehung erweitert.

Deuterium trat schon wenige Minuten nach dem Urknall auf und dient im heutigen Universum als Begleiterscheinung bei der Sternentstehung und Galaxiebildung und das schon seit Äonen. Da es im Inneren der Sterne aufgebraucht wird, ist heute fast das gesamte Deuterium „pur“ vorhanden, das heißt unabhängig von Sternen. Wenn die Forscher dabei rekonstruieren können, wie viel Deuterium beim Urknall entstanden ist, können sie aus der Erkenntnis, wie viel Deuterium heute noch vorhanden ist, ableiten, wie viel bei der Sternentstehung verbraucht wurde.

Deuterium hat dabei einen verräterischen Fingerabdruck im ultravioletten Spektrum, doch gab es bei direkten Messungen der letzten 35 Jahre ein Problem.

„Seit den 1970ern konnten wir nicht erklären, warum das Deuteriumlevel im gesamten Weltall variiert““ sagt Jeffrey Linsky von der University of Colorado in Boulder.

In den 70er Jahren untersuchte der NASA Satellit Copernicus die Verteilung des Deuteriums in der Milchstraße und fand dabei in der einen Richtung sehr viel mehr als erwartet, während in der anderen Richtung ein Deuteriummangel herrschte. Weitere Untersuchungen bestätigten dies und 35 Jahre lang konnte sich dies niemand erklären.

Im Jahr 2003 entwickelte Bruce Draine von der Princeton University Computermodelle, die einen Lösungsansatz zeigten, wonach das Deuterium mit interstellaren Staubkörnern interagierte und so von einem leicht aufzuspürenden Gas zu einer schwer zu entdeckenden festen Form wechselte. Die neuen FUSE Daten bestätigen diese Modelle.

Demnach gibt es also in Regionen wo Supernova Explosionen oder heiße Sterne die Region dominieren mehr Deuterium, da hier die Staubkröner vaporisiert werden und das Deuterium gasförmig auftritt.

Damit wäre schon einmal ein Mysterium gelöst, doch die Forscher entdeckten noch ein weiteres. Da frühere Deuteriummessungen entdeckten, dass es in einer Größenordnung von 27 Atome pro eine Million Wasserstoffatome vorhanden sein sollte, tatsächlich sind es aber nur 23 Atome pro eine Million Wasserstoffatome in unserer Galaxis.

Und die ursprüngliche Theorie, das etwa ein Drittel des Deuteriums mit der Zeit aufgebraucht wurde konnte nicht belegt werden, da FUSE nur Hinweise darauf fand das etwa 15 % zerstört wurde.

Der Rest scheint sich zu verstecken und wurde nicht zerstört, so Warren Moos von der Johns Hopkins University in Baltimore.

Quicktimeanimation der NASA

Quelle: NASA

Comments (0 posted):

Post your comment comment

Please enter the code you see in the image:

  • email Email to a friend
  • print Print version
  • Plain text Plain text
Tags
No tags for this article
Rate this article
0