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NASA findet Hinweise auf ausbrechende Jets am Südpol des Mars

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Jeden Frühling ereignen sich gewaltige Eruptionen am Südpol des Roten Planeten, wie Forscher aus neuen Daten des Mars Odyssey Orbiter schließen.

Jets aus Kohlenstoffdioxid steigen, wenn es warm wird, von den Eiskappen des Planeten auf und tragen dunkeln Sand und Staub hoch hinaus. Das dunkle Material fällt dann zurück auf die Oberfläche und sorgt so für dunkle Ablagerungen, die lange Zeit ein Rätsel für die Wissenschaftler waren. Zumal nicht erwartet wurde, dass dieser Teil des Mars dynamisch so aktiv ist.

„Wenn du da wärst, würdest du auf einer Platte Kohlenstoffdioxideis stehen“ sagt Phil Christensen von der Arizona State University. „Überall um dich herum würden stürmische Jets aus Kohlenstoffdioxidgas Sand und Staub ein paar hundert Fuß in die Luft schmeißen.“

Außerdem würde man wohl die Vibrationen fühlen, selbst durch die Stiefel eines schweren Raumanzugs, wie er hinzufügt.

Das Team erforschte die dunklen Flecken, die eine typische Größe von 15 - 46 Metern haben und räumlich gesehen mehrere hundert Mal und oft Jahr für Jahr an den gleichen Stellen auftreten, aber nur wenn im Frühling die Sonne die Eiskappen erwärmt. Und auch wenn die Wissenschaftler dem Geheimnis durch Bilder der Mars Odyssey Sonde auf die Spur kamen, wurden die ersten Flecken schon durch die Mars Global Surveyor Sonde entdeckt.

Frühere Theorien, das es sich bei den Flecken um wärmere Regionen handelt wurden verworfen, als die Infrarot und optischen Aufnahmen der Odyssey Sonde enthüllten, das die Punkte fast genauso kalt waren wie das umgebende Trockeneis und dank Langzeitaufnahmen, von mehr als 100 Tagen, des Thermal Emission Imaging System wurde entdeckt, das viele Regionen lange Zeit frei von dunklen Flecken waren und dann zahlreiche Flecken innerhalb einer Wochen aufwiesen.

Demnach beginnt der Prozess in den sonnenlosen polaren Wintern, wenn Kohlestoffdioxid von der Atmosphäre in verschiedenen Schichten friert und die Eiskappen bedeckt, wobei auch eine hauchdünne Schicht aus dunklem Sand und Staub eingeschlossen wird. Wenn dann im Frühling die Sonne die Region erwärmt, wird das gefrorene Kohlenstoffdioxideis aufgebrochen und das dunkel Material soweit erwärmt, das es sublimiert, das heißt in den gasförmigen Zustand umgewandelt wird.

Das anwachsende Reservoir von eingeschlossenen Gasen, bricht mit hohem Druck, mit Geschwindigkeiten von mehr als 161 Kilometer pro Stunde, durch kleine Öffnungen aus, wobei am Boden auch ein spinnenartiges Netzwerk von Riefen entsteht.

Quelle: JPL

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