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NASA bereitet Juno Mission zum Jupiter vor

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Im August 2011 will die NASA zum ersten Mal eine Mission starten, die einen extrem elliptischen Orbit über die Pole des Planeten Jupiter einnimmt. Ziel ist es mehr über die Bildung, Evolution und Struktur des Planeten zu erfahren.

Wenn wir auf den größten Planeten unseres Sonnensystems blicken, sehen wir von ihm immer nur die oberste Wolkenschicht und erst dank der Galileo Sonde haben wir gesicherte Erkenntnisse über seinen Aufbau. Doch noch immer ist nicht jedes Rätsel gelöst und deswegen will die NASA einen tieferen Blick auf Jupiter werfen, zumal Jupiter der Schlüssel für das Verständnis für die Frühgeschichte unseres Sonnensystems  ist und damit auch entscheidend für die Bildung der Erde war.

„Jupiter ist ein Muster eines Gasgiganten in unserem Sonnensystem und formte sich sehr früh, indem er viel Material, welches von der Sonne übriggeblieben war, aufsammelte“ sagt Scott Bolton vom Southwest Research Institute in San Antonio. „Anders als bei der Erde, erlaubte Jupiters gigantische Masse seine original Zusammensetzung zu behalten und liefert uns so einen Weg zu der Geschichte unseres Sonnensystems.“

Die Sonde soll mit einer Atlas Rakete von Cape Canaveral im August 2011 starten und Jupiter 2016 erreichen. Innerhalb eines Jahres soll die Sonde dann 32-mal dicht an der Wolkendecke des Planeten vorbeifliegen und der Wissenschaft neue Erkenntnisse liefern. Anders als bei den meisten anderen Sonden die soweit von der Erde weg operieren, soll die Sonde über Solarpaneele betrieben werden.

„Jupiter ist mehr als 644 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt, 5-mal weiter als die Erde“ erklärt Bolton. Deswegen muss die Sonde sehr energieeffizient betrieben werden.

Die Sonde wird über eine Kamera und 9 wissenschaftliche Instrumente verfügen. Das Infrarot Spectrometer wird dabei von der Italian Space Agency gefertigt. Dabei soll vor allem geklärt werden ob Jupiter über einen festen Kern aus Eis und Felsen verfügt, wie sich sein intensives Magnetfeld verhält, welche Auswirkungen die Ammoniakwolken in der tieferen Atmosphäre haben und wie sich die Aurora Borealis (Nordlichter) auswirken.

„In der griechischen und römischen Mythologie schaut Jupiters Frau Juno stets durch einen Schleier aus Wolken auf ihren Mann“ sagt Professor Toby Owen von der University of Hawaii in Honolulu. „Unsere Juno schaut durch Jupiters Wolken, um herauszufinden, woraus der Planet besteht.“

Jupiter besteht vorwiegend aus Wasserstoff und Helium und nur ein geringer Teil besteht aus schweren Elementen, doch ist dieser Teil wesentlich größer als bei der Sonne. Doch aufgrund des starken Drucks in den tieferen Atmosphärenschichten wird der Wasserstoff so stark komprimiert, dass dieser auch in metallischer Form vorkommt. Und dieser metallische Wasserstoff könnte auch die Quelle für die extrem starken Magnetfelder des Planeten sein.

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