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Smart-1 auf seinen letzten Runden

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Die erste europäische Mondsonde dreht ihre letzten Runden und wird in den frühen Morgenstunden des 3. September auf die Mondoberfläche aufschlagen und einen kleinen neuen Krater hinterlassen.

Die ganze Geschichte begann als im September 2003 eine Ariane 5 Rakete von Kourou aus startete und die Smart-1 Sonde in einem Erdorbit beförderte. Bei Smart-1 handelt es sich um ein 333 kg schweres nahe zu kubisches Raumfahrzeug mit einem Durchmesser von 1-Meter, das mit ausgefahrenen Sonnenpanelen immerhin auf einen Durchmesser von 14-Metern kommt und obendrein mit einem experimentellen Ionenantrieb ausgestattet ist. Dieser war auch der Grund dafür, warum die Sonde anders als die Apollo Astronauten nicht 3 Tage sondern 14 Monate brauchte um von der Schwerkraft des Mondes eingefangen zu werden.

Dies klingt zu nächst nicht besonders effizient, doch brauchte die Sonde für einen spiralförmigen Flug von mehr als 100 Millionen Kilometern nur 60 Liter Treibstoff.

Im November 2004 kam die Sonde dem Mond dann so nah, dass sie durch die Schwerkraft des Mondes eingefangen wurde und im März 2005 begann die Sonde mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit.

Doch das Ende ist nun nahe, denn in der Nacht vom 2. zum 3. September wird die Sonde auf die Mondoberfläche, in einem „Lake of Excellence“ genannten Gebiet, aufschlagen und einen kleinen Krater hinterlassen, übrigens wird dieses Auftreffen von der Erde aus mit einem guten Teleskop beobachtet werden können.

Mit einer geringen Aufschlagsgeschwindigkeit von 2 km/s (immerhin 7200 km/h) wird die Sonde einen Krater von 3-10 Metern Durchmesser hinterlassen, wie Bernard Foing, Smart-1 Projektwissenschaftler, berichtet.

Dabei geschieht der Absturz nicht willkürlich sondern liefert ebenfalls wertvolle wissenschaftliche Daten, da mehrere Teleskope und Observatorien den Aufschlag beobachten und das Spektrum der aufgeworfenen Trümmer untersuchen werden.

Quelle: ESA

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