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Spitzer entdeckt mögliche Sonnensysteme im Orion Nebel

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Die Astronomen haben schon oft ihre Blick auf den Orion Nebel gerichtet und auch wenn bekannt ist, dass es hier eine regelrechte Sternentstehungsfabrik gibt, ist noch nicht jedes Geheimnis gelüftet.

Ein neues Bild des Spitzer Weltraumteleskops wirft einen tiefen Blick auf den Orion Nebel und seinen benachbarten Regionen. Dabei konnte das Teleskop mit seinen Infrarotaugen mehr als 2300 protoplanetare Scheiben entdecken. Bei diesen Scheiben, um junge Sterne, wirbelt Gas und Staub herum und durch Kollisionen untereinander entstehen aus sandkorngroßen Objekten eines Tages vielleicht vollwertige Planeten.

Bei optischen Beobachtungen verhindert der Staub eine Entdeckung und des weiteren sind die Scheiben auch zu klein und zu weit entfernt, um erspäht zu werden. Im Infrarotbereich hingegen sieht die Sache schon anders aus, da die Staubkörner durch Reibungskräfte regelrecht glühen und deshalb relativ leicht von Spitzers Infrarotdetektoren aufgefangen werden können.

„Das ist die kompletteste Zählung von jungen Sternen mit protoplanetaren Scheiben, die im Orion Wolken Komplex durchgeführt wurde“ sagt Dr. Thomas Megeath von der University of Toledo in Ohio. „Im Grunde genommen haben wir eine Zählung von potenziellen Sonnensystemen und wir wollen wissen wie viele in Städten, wie viele in kleinen Dörfern und wie viele auf dem Land geboren werden.“

Ein Blick auf die Demografie von Orion verrät dabei, dass die Population von den Umweltbedingungen abhängt. Die Forscher fanden heraus das 60 % der Sterne mit einer Scheibe im Orionkomplex hektische „Städte“ bewohnen oder genauer gesagt Clusters mit hunderten von jungen Sternen. Über 15 % residieren in kleinen außerhalb gelegenen „Gemeinden“ und überraschende 25 % bevorzugen ein Leben in Isolation.  

Vor Spitzers Beobachtungen dachten die Forscher noch das 90 % der jungen Sterne, sowohl mit als auch ohne Scheibe, ein „städtisches“ Leben führen.  

„Das Orion Bild zeigt, das viele Sterne in Isolation oder in anderen Gruppen von nur wenigen Sternen leben“ sagt Dr. John Stauffer vom NASA's Spitzer Science Center an dem California Institute of Technology in Pasadena.

Das Forscherteam geht anhand der Daten davon aus, das 60 bis 70 % der Sterne im Orion Nebel protoplanetare Scheiben besitzen und es stellt sich natürlich die Frage, warum es nicht 100 % sind und die Forscher wollen dies als nächstes klären.

Ferner wurden 200 stellare Embryos im Orion Nebel entdeckt, von denen die meisten bisher nicht gesehen werden konnten, doch diese sind noch zu jung um protoplanetare Scheiben zu besitzen.

Der Orionkomplex ist 1450 Lichtjahre von der Erde entfernt und hat eine Spannweite von 240 Lichtjahren.

Quelle: JPL

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