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Protoplanetare Scheiben bremsen Sterne aus

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Astronomen benutzen das Spitzer Weltraumteleskop und haben Beweise dafür gefunden das protoplanetare Scheiben an jungen Sternen ziehen und sie dadurch verlangsamen, jedoch könnten zusätzlich auch noch andere Faktoren eine Rolle spielen.

Junge Sterne sind voll von Energie und besitzen eine hohe Rotationsgeschwindigkeit. Sie könnten sogar noch schneller rotieren, doch wie Forscher herausgefunden haben werden sie abgebremst.

„Wir wissen das etwas die Sterne aufhalten muss, die Geschwindigkeit in Schach hält“ sagt Dr. Luisa Rebull vom Spitzer Science Center der NASA in Pasadena, die schon eine Dekade an dem Problem arbeitet. „Scheiben sind die logischste Antwort, aber wir mussten auf Spitzer warten um diese Scheiben zu sehen.“

Sterne beginnen ihr Leben durch einen Kollaps einer Gaswolke die unter ihrer eigenen Schwerkraft zusammenbricht, doch dabei entsteht meistens nicht nur der Stern selbst sondern auch eine umherwirbelnde Scheibe, aus der sich Planeten formen könnten.

Dabei rotieren die jungen Sterne zu Beginn so schnell, das aus ihnen eigentlich kein richtiger Stern werden könnte. Frühere Theorien gingen zwar schon davon aus, das die umgebende protoplanetare Scheibe die Rotationsgeschwindigkeit abbremst, doch glaubte man zunächst das dies an den Magnetfeldern liegt (das sich diese in der Scheibe verzetteln, ähnlich wie ein Löffel in Sirup).

Um der Sache auf dem Grund zu gehen benutzte das Team Spitzers Infrarotaugen und untersuchte 500 junge Sterne im Orion Nebel. Dabei unterschieden die Forscher zwischen langsam und schnell rotierenden Sternen und ermittelten, dass langsam rotierende Sterne eine 5-Mal höhere Chance haben eine protoplanetare Scheibe zu besitzen.

„Wir können nun sagen, dass die Scheiben irgendeine Rolle bei der Abbremsung der Sterne spielen, aber es könnten zusätzlich eine Menge anderer Faktoren eine Rolle spielen. Und Sterne verhalten sich in unterschiedlichen Umgebungen unterschiedlich“ so Rebull.

So könnten zum Beispiel auch die Stellarwinde oder voll ausgewachsene Planeten eine Rolle spielen. Und die Wissenschaftler wissen heute, dass alle bisher bekannten Planeten um „faule“ Sterne kreisen, die sich nicht allzu schnell bewegen, wofür unsere Sonne mit ihrer Rotationsperiode von 28 Tagen ein gutes Beispiel ist.

Quelle: JPL

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