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ESO plant Riesenteleskop

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Die europäische Südsternwarte (ESO) plant den Bau eines 60-Meter Teleskops und könnte damit womöglich sogar erdähnliche Planeten um ferne Sterne entdecken.

Das offiziell als European Extremely Large Telescope (E-ELT) bezeichnete Projekt steckt zwar noch in der Planungsphase und auch die Größe des Spiegels wurde noch nicht endgültig festgelegt, dennoch soll dieser einen Durchmesser von 30-60 Metern haben.

Ursprünglich war sogar ein 100 Meter Teleskop (OverWhelmingly Large telescope (OWL)) geplant, doch später wieder als zu risikoreich verworfen, schließlich muss dieser Spiegel erst einmal hergestellt und später auch an seinen Bestimmungsort transportiert werden.

Das Ziel ist es nun ein Riesenteleskop für 750 Millionen Euro zu entwickeln und bis 2015 in Betrieb zu nehmen, wobei auch amerikanische und japanische Partner willkommen sind, sich am Projekt zu beteiligen.

Doch die Europäer sind nicht die einzigen mit ambitionierten Plänen für ein großes Teleskop, da auch ein australisch-amerikanisches Konsortium die Entwicklung eines 24,5 Meter Teleskop bis 2016 realisieren will. Dieses Projekt ist als the Giant Magellan Telescope (GMT) bekannt. Und auch kanadische Forscher tüfteln an einem 30 Meter Teleskop, das den poetischen Namen Thirty Meter Telescope (TMT) trägt.

Ermöglicht werden solche Riesenteleskop durch die adaptive Optik, die die Störungen der Erdatmosphäre herausfiltert und größere erdgebundene Teleskope erst sinnvoll macht. Und da erdgebundene Teleskope größer und billiger entwickelt und konstruiert werden können als Weltraumteleskope haben die oben genannten Teleskope eine 4-mal so hohe Auflösung wie der geplante Nachfolger des Hubble Weltraumteleskops das James-Webb Weltraumteleskop (JWST), wobei Weltraumteleskope aber nicht durch Wolken oder andere irdische Einflüsse wie z.B. die Lichtverschmutzung behindert werden können.

Quelle: New Scientist

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