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Ein Meteorit trifft den Mond

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Es gibt einen neuen Krater auf dem Mond. Er ist etwa 14 Meter breit, 3 Meter tief und genau einen Monat und 13 Tage alt.

NASA Astronomen haben seine Entstehung beobachtet: "Am 2. Mai 2006 traf ein Meteorit den Mond im Meer der Wolken (Mare Nubium), mit einer kinetischen Energie von 17 Milliarden Joule -- das ist etwa so viel wie 4 Tonnen TNT," sagt Bill Cooke, Leiter von NASA's Meteoroid Environment Office in Huntsville, AL. "Der Einschlag verursachte einen hellen Feuerball, den wir mit einem 10 Zoll Teleskop aufgezeichnet haben."

Einschläge auf dem Mond wurden schon in der Vergangenheit beobachtet -- "ständig trifft etwas den Mond," bemerkt Cooke -- aber dies ist die beste Aufzeichnung einer ablaufenden Explosion: Der Film läuft 7 Mal langsamer ab; anders wäre die Explosion für das menschliche Auge kaum sichtbar. "Der Feuerball war nur 4/10 einer Sekunde vorhanden," sagt Cooke. "Ein Student des Teams, Nick Hollon von der Villanova University, entdeckte den Blitz."

Durch die Dauer des Blitzes und seine Helligkeit (Mag 7) war Cooke in der Lage die Energie des Einschlags, sowie Größe und Geschwindigkeit des Meteoriten abzuschätzen." Es war ein Fels mit einem Durchmesser von etwa 25 Zentimetern, der mit 38 km/s reiste," sagt er.

Wenn ein solcher Fels die Erde treffen würde, käme er niemals bis zur Oberfläche. "Die Erdatmosphäre schützt uns," erklärt Cooke. "Ein Meteorit dieser Größe würde sich auf seinem Weg durch die Atmosphäre auflösen und einen spektakulären Feuerball am Himmel hervorrufen, aber keinen Krater auf der Erdoberfläche." Auf dem Mond ist das anders. Ohne Atmosphäre ist er den Meteoriten schutzlos ausgeliefert. Selbst kleine Meteoriten können eindrucksvolle Explosionen hervorrufen und Trümmer über weite Gebiete verteilen.

Ausgehend von der Vision for Space Exploration, plant die NASA Astronauten zurück zum Mond zu schicken. Können solche Meteoriten dabei zu Problemen führen?

"Das ist es was wir versuchen herauszufinden," sagt Cooke. "Niemand weiß genau, wie viele Meteoriten den Mond jeden Tag treffen. Indem wir die Blitze aufzeichnen können wir lernen, wie oft und schwer der Mond getroffen wird."

Die Arbeit läuft. Mit Hilfe eines computergesteuerten Teleskopes, gebaut von Rob Suggs und Wesley Swift vom Marshall Space Flight Center, beobachtet Cooke´s Team die Nachtseite des Mondes immer wenn die Mondphase zwischen 15% und 50% ist."

Während eines Teleskoptests am 7. November zeichneten Suggs und Swift, am ersten Abend der Beobachtung, eine Explosion auf. Ein Trümmerstück des Kometen Encke traf die Ebenen des Mare Imbrium und verursachte einen Krater von etwa 3 Metern Durchmesser.

Nachdem nun die regelmäßige Beobachtung gestartet wurde, fand Cooke´s Gruppe schon einen zweiten Einschlag, das Ereignis vom 2. Mai, nach nur 20 Stunden Beobachtungszeit. Sie glauben, dass der Meteorit dieses Mal ein zufälliges Objekt war, "ein Unregelmäßiger," der von keinem bestimmten Kometen oder Asteroiden stammte.

"Wir hatten einen guten Anfang," sagt Cooke, aber es liegt noch viel Arbeit vor uns. Er würde gerne das ganze Jahr über beobachten und den Mond dabei beobachten, wenn er durch die bekannten Meteoritenströme fliegt. "Dies würde eine gute statistische Basis für eine Planung [von Aktivitäten auf dem Mond] bilden."

Ist es sicher, während eines Meteoriten-Regens auf dem Mond herumzulaufen? Was für ein Schutzschild benötigt eine Mondbasis? Hat der Mond seine eigenen Meteoriten-Regen, die auf der Erde unbekannt sind? 

Erwarten Sie die Antworten in einer Blitz-News.

Quelle: Science@NASA

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