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Venus Express mit Schwierigkeiten

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Die Informationspolitik der ESA wurde schön öfters von uns bemängelt und so kommt es das die europäische Venussonde Probleme mit ihren Instrumenten hat und die ESA auf ihrer Website den Eintritt in den finalen Orbit feiert.

„Demokratien lügen, Diktaturen verschweigen“ – Doch wer glaubt das nur Diktaturen etwas verschweigen, hatte noch nie mit der Pressestelle der ESA zu tun, den genau wie bei den Triebwerksproblemen der Smart-1 Sonde, wo so ziemlich alle großen amerikanischen Space Sites ausführlich drüber berichtet haben und die ESA nie ein Wort drüber verloren hat, so wiederholt sich das Ganze bei der Venus Express Mission.

So berichtete als erstes die Onlineausgabe des amerikanischen Wissenschaftsmagazin New Scientist über die Probleme mit einem Instrument an Bord der Sonde, das sich nicht benutzen lässt, da sich ein Spiegel des Planetary Fourier Spectrometer (PFS) nicht in die richtige Position versetzen lässt.

Während des Starts der Sonde war der Spiegel nach innen geklappt und sollte während der Reise zur Venus um 90 Grad ausgeklappt werden, doch am 27. April gelang es den Spiegel nur um 30 Grad zu bewegen, so das er zwischen der Startposition und der geplanten Position festhängt.

Das PFS soll eigentlich die Temperatur der Atmosphäre und der Oberfläche des Planeten messen und eine Temperaturkarte der Oberfläche erstellen. Und da tröstet es auch wenig, das ein baugleiches Instrument der Mars Express Sonde ebenfalls zunächst Probleme hatte und erst wesentlich später, dank eines Ersatzmotors, in die richtige Position gebracht werden konnte.

Und wie liest sich das Ganze in den Pressemitteilungen der ESA bzw. auf deren Webseite? Dort gibt es nur eine Nachricht das die Venus Express Sonde nach 16 Umrundungen ihren finalen Orbit am 7. Mai  erreicht hat und das bis Mitte Mai alle Instrumente eingeschaltet werden soll.

Wieder kein Wort über die Probleme und ein Hoch auf diese Informationspolitik.

Quelle: ESA / New Scientist

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