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Venus Express liefert erstes Bild vom Südpol der Venus

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Die europäische Raumsonde Venus Express liefert ein erstes Bild des Südpols des Planeten Venus aus einer Distanz von 206.452 Kilometern, das die Strukturen und Details der Wolkenbänder zeigt.

Aufgenommen wurde das Falschfarben Bild am 12. April 2006, und damit nur einen Tag nachdem die Sonde in einer Umlaufbahn um den Planeten eingeschwenkt ist, von der Venus Monitoring Camera und VIRTIS (Visible and Infrared Thermal Imaging Spectrometer).

Die Wissenschaftler sind dabei insbesondere durch den schwarzen Wirbel direkt über dem Südpol fasziniert. Dieser wurde zwar schon vorher erwartet aber bisher noch nicht bestätigt, da der Nordpol des Planeten eine vergleichbare Struktur besitzt.  

„Nur einen Tag nach unserer Ankunft, erfahren wie gerade die heiße, dynamische Umwelt der Venus“ sagt Dr. Hakan Svedhem, Venus Express Projektwissenschaftler. „Wir werden noch viel mehr sehen von einem unerreichten Level mit einer 100 Mal besseren Auflösung, wenn wir näher an die Venus herankommen.“

Die Venus Express Sonde ist die erste europäische Sonde die den Schwesterplaneten der Erde erforscht und bisher ist es nur sowjetischen Raumfahrtingenieuren bei den Venera 13 und 14 Missionen gelungen eine Sonde durch die dichte Atmosphäre der Venus zu steuern und auf der 460 Grad Celsius heißen Oberfläche zu landen. Daher stammen auch die bisher einzigsten realen Bilder von der Oberfläche. Wobei es der amerikanischen Sonde Magellan allerdings gelungen ist, mit einem speziellen Radar, die Atmosphäre zu durchdringen und eine topografische Karte des Planeten zu erstellen.

Auch wenn der Mars im größeren Fokus der Öffentlichkeit steht, ist doch die Venus der vergleichbarste Planet der Erde, da sowohl Größe als auch Masse mit dem unseres Planeten übereinstimmen und die Wissenschaftler sich sicher sind, dass die Venus einmal ein ähnliches Aussehen wie die Erde gehabt hat, warum dies heute nicht mehr so ist und stattdessen auf diesen Höllenplaneten ein sich selbst verstärkender Treibhauseffekt sein Unwesen treibt ist Grundlage zahlreicher Spekulationen.

Auch über bakterielle Lebensformen auf der Venus wurde schon spekuliert, das sich eigentlich größere Mengen von Kohlenmonooxid in der Atmosphäre befinden müssten, doch stattdessen fanden die Forscher Schwefeldioxid und Schwefelwasserstoff. Dies ist insofern ungewöhnlich, als das beide Gase normalerweise miteinander reagieren. Und als man dann noch Carbonylsulfid-Vorkommen in der Atmosphäre nachgewiesen hat, kamen einige Astrobiologen auf die Idee von bakteriellem Leben, denn dieses Gas ist auf anorganische Weise dermaßen schwer herzustellen, dass es oft als sicheres Zeichen für biologische Aktivität gilt.

Quelle: ESA

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