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The Big Dish: 40 jähriges Jubiläum des Deep Space Networks

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"That's one small step for man. One giant leap for mankind." Diese berühmten Worte stammen von Neil Armstrong als er bei der Apollo 11 Mission als erster Mensch überhaupt die Mondoberfläche betrat und ohne das Deep Space Network der NASA hätte niemand auf der Erde davon etwas mitbekommen.

Insbesondere die Schüssel in Goldstone, Kalifornien hat während ihrer 40 jährigen Geschichte einiges erlebt und mit allen Computern jeder robotischen Erforschungsmission des Sonnensystems kommuniziert. Die "Big Dish", wie die Radioantenne genannt wird, hat außerdem alle Bilder von Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun als erstes empfangen und darüber hinaus auch die Bilder von den Ringen und zahlreichen Monden, die von den Pioneer und Voyager Sonden gemacht wurden. Auch die aktuelle Cassini Sonde kommuniziert über dieses System.

Auch bei den zahlreichen vergangenen Marsmission, sowie den aktuellen Sonden Mars Global Surveyor, Mars Odyssey, die beiden Mars Exploration Rovers und dem vor kurzem in eine Umlaufbahn eingeschwenkten Mars Reconnaissance Orbiter fungiert die Goldstone Antenne als Verbindungsstation. 

Die Geschichte der Antenne begann im Jahr 1963, als die USA und Russland mit ihrem Weltall Rennen begannen und bis dato brauchte man nur kleinere Antennen für den erdnahen Raum, doch schon bei den Mariner Missionen war man auf leistungsstärkere Antennen angewiesen.

Also plante man für jeweils $ 12 Millionen in 1963 den Aufbau eines Deep Space Networks (DSN) bestehend aus drei großen Radioantennen. Nach 2 Jahren Bauzeit und einer ausgiebigen Testphase wurden im März 1966 die ersten Signale der Mariner 4 Sonde aufgefangen, wozu sonst keine Antenne in der Lage war.

Neben der Schüssel in Goldstone wurden auch eine in Madrid, Spanien und eine in Canberra, Australien errichtet, damit immer eine Station auf Empfang ist.

Neben dem berühmten Satz von Neil Armstrong wurde auch ein weiterer Satz, der heute in den Geschichtsbüchern enthalten ist, durch das DSN aufgefangen: „Housten, wie haben ein Problem.“

Mit der Zeit erweiterte die NASA die Grenzen ihrer Raumflüge und die Kapazität wurde für die Viking (Landemissionen auf den Mars) erweitert, bevor 1988 die 64 m Antenne durch eine 70 m Antenne ersetzt wurde, um die Signale der Voyager Sonde von den Gasriesen unseres Sonnensystems empfangen zu können.

Heute ist die 70 m Antenne in Goldstone nicht nur in der Lage Signale zu empfangen, sondern wird auch als Sonnensystemradar benutzt und zeichnet Radiobilder von Planeten, Asteroiden und Kometen auf. Dazu wird ein 500.000 Watt starkes Signal ausgesandt und die reflektierten Signale wieder aufgefangen. Des weiteren wird die Antenne in Goldstone auch beim Very Long Baseline Interferometry benutzt, bei dem mindestens ein weiteres Radioteleskop hinzugeschaltet wird um exakte Messungen durchzuführen.

Und auch bei den zukünftigen Missionen spielt das Deep Space Network der NASA eine entscheidende Rolle und ein Ende ist noch nicht abzusehen.

Quelle: NASA

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