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Asteroiden: Schätze der Vergangenheit und Gefahr für die Zukunft

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Nicht erst seit Filmen wie Deep Impact und Armageddon weiß man von der Gefahr durch Asteroiden, auch wenn diese Filme halfen, die Thematik einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die ESA entwickelt nun die Don Quijote Mission, um mehr über die reale Gefahr zu erfahren.

Wie einst der spanische Literaturheld Don Quijote gegen Windmühlen kämpfte, scheint auch der Versuch der Wissenschaft zu sein unter den tausenden von „großen“ Asteroiden den herauszusuchen, welcher der Erde gefährlich werden könnte.

Wenn ein großer Asteroid, wie der kürzlich entdeckte Asteroid 2004 VD17, mit einem Durchmesser von größer als 500 m und einem Gewicht von annähernd 1000 Millionen Tonnen, mit der Erde kollidieren würde, währen die Folgen katastrophal. Deshalb will die europäische Raumfahrtbehörde die Don Quijote Mission betreiben um mehr über die Gefahr und deren Beseitigung zu erfahren und hat deshalb drei europäische Industrieteams um deren Vorschläge gebeten. Eine Entscheidung welches Designkonzept das Rennen macht, wird es nächstes Jahr bekannt gegeben.

Bereits 1996 wurde eine Studie zu diesem Thema durchgeführt doch durch die immer ausgefeilteren Entdeckungsmethoden erkannte man, das die Gefahr größer und nicht kleiner ist, von einem Asteroiden getroffen zu werden.

Ein anderer Asteroid, der bereits entdeckt wurde, und eines Tages der Erde gefährlich werden könnte, ist der nach dem ägyptischen Gott (dem Widersacher von Re und als Schlange dargestellten Gott) benannten Asteroid 99942 Apophis. Dieser wird im Jahr 2029 sogar so dicht an der Erde vorbeifliegen, das dieser mit bloßem Auge beobachtet werden kann. Sollte dieser Asteroid (ehemalige Bezeichnung 2004 MN4) mit einem Durchmesser von über 300 m eines Tages die Erde treffen, würde dieses Ereignis jede Atombombenexplosion in den Schatten stellen. So errechneten Experten der NASA eine Einschlagsenergie von 1480 Megatonnen. Zum Vergleich, die über Hiroshima eingesetzte Atombombe hatte „nur“ eine Sprengkraft von 0,013 Megatonnen.

Doch die Erde hat nicht immer so viel Glück gehabt, so explodierte 1908 ein Asteroid über Sibirien und verwüstete ein Waldgebiet von 2000 Quadratkilometern. Wäre er nur wenig später in die Erdatmosphäre eingetreten, hätte dieser Asteroid London oder St. Petersburg dem Erdboden gleich machen können. 

Doch Asteroiden besitzen auch eine andere Seite und spielen bei der Geschichte unseres Planeten eine entscheidende Rolle, wie jeder bei einem USA Besuch am Barringer Krater oder bereits mit einem kleinem Teleskop auf dem Mond gerichtet, beobachten kann. Denn so wurden der Erde Metalle hinzugefügt während Kometen das Wasser und womöglich auch die Grundbausteine des Lebens auf die Erde beförderten.

Doch das einschneidenste Erlebnis war der Einschlag auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan vor 65 Millionen Jahren, der die Dinosaurier auslöschte, auch wenn Wissenschaftler aus anderen Fachgebieten da naturgemäß anders denken und jeder auch für sein spezielles Gebiet eine Erklärung abliefern kann, um Fördergelder abzukassieren, äh ich meine natürlich einen Beitrag zur wissenschaftlichen Community leistet. (Dieser Asteroid hatte einen Durchmesser von 10 Kilometern und hinterließ einen 180 km großen Krater, den man schlecht wegdiskutieren kann und der „neue“ Untersuchungsergebnisse, wonach das Artensterben erst 300.000 Jahre nach diesem Ereignis einsetzte unseriös erscheinen lassen, denn dieser Aufschlag hatte mit einer Sprengkraft von 190.000 Gigatonnen verheerende Folgen [also 128.378 Mal mehr Energie als bei einem theoretischen Einschlag des Asteroiden Apophis und millionenfach mehr als bei jeder Atombombenexplosion] ).

Dennoch sind Asteroiden auch eine Art Zeitkapsel, die die Geheimnisse des Sonnensystems beherbergen und hier insbesondere deren Ursprung, da sie sich mit der Zeit kaum verändert haben und noch immer im inneren Ursprungsmaterial besitzen.

Geplant ist der Start der Don Quijote Mission für das Jahr 2011. Und die Mission besteht, ähnlich wie auch die Deep Impact Mission, aus zwei Sonden, von denen eine auf einen Asteroiden aufschlagen wird, um an Kernmaterial heranzukommen.

Quelle: ESA

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