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Spitzer geht auf kosmische Safari

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Astronomen benutzten das Spitzer Weltraumteleskop für eine kosmische Safari, um nach einem seltenen galaktischen Typ zu suchen. Ihr Suchobjekt waren dabei Cluster von Galaxien im sehr weit entfernten Universum.

Um diese Sternhaufen zu finden, siebte das Team vorsichtig durch Spitzers Infrarotaufnahmen und bodenbasierten Vergleichsbildern. Sie schätzten dabei die Entfernung aufgrund der Farbe (Stichwort Rotverschiebung) ab und verifizierten ihre Daten mit dem Spektrometer des W.M. Keck Observatory in Hawaii.

Letztendlich ging ihnen dabei ein besonderer Fisch ins Netz, der weit entfernteste Sternencluster, der jemals gesehen wurde, über 9 Milliarden Lichtjahre entfernt. Dies bedeutet, dieser Sternhaufen existierte schon, als das Universum gerade einmal 4,5 Milliarden Jahre alt war (man ist sich sicher das das Universum vor 13,7 Milliarden Jahren entstand).

„Das Entdecken eines Galaxiehaufens 9 Milliarden Lichtjahre entfernt, ist sehr aufregend“ sagt Dr. Peter Eisenhardt vom Jet Propulsion Laboratory der NASA. „Es ist wirklich erstaunlich, dass Spitzer 85 cm Teleskop 9 Milliarden Jahre in die Vergangenheit schauen kann.“

Durch die selbe Methode entdeckten die Astronomen übrigens auch noch drei weitere Cluster zwischen 7 bis 9 Milliarden Lichtjahre entfernt.

„Spitzer ist ein ausgezeichnetes Instrument um sehr weit entfernte Galaxiehaufen aufzuspüren, da diese so hell im Infrarotbereich leuchten“ so Dr. Mark Brodwin ebenfalls vom JPL.

Bei Galaxiehaufen handelt es sich um die größten gravitationsgebundenen Strukturen des Universums und ein typischer Cluster enthält tausende von Galaxien mit Trillionen von Sternen.

Aufgrund ihrer gewaltigen Größe und Masse sind diese relativ selten. Wachsen tun diese dabei wie Schneebälle und sammeln neue Galaxien durch eine gravitationsbedingte Interaktion über den Zeitraum von Milliarden von Jahren auf.

„Das ultimative Ziel dieser Forschung ist es herauszufinden, wann sich die Galaxien in diesem oder anderen entfernten Clustern geformt haben“ sagt Dr. Adam Stanford vonder University of California.

Quelle: JPL

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