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Super Erden sind gewöhnlicher als jupiterähnliche Planeten

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Astronomen vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics entdeckten eine neue Super Erde um einen Roten Zwerg, etwa 9.000 Lichtjahre entfernt.

Der neu entdeckte extrasolare Planet ist 13-mal so massereich wie die Erde und besteht wahrscheinlich aus Eis und Felsen mit dem mehrfachen Durchmesser der Erde. Der Planet liegt etwa soweit vom Roten Zwergstern entfernt wie in unserem Sonnensystem der Asteroiden Gürtel von der Sonne.

Aufgrund der großen Entfernung zum Stern herrschen auf dem Planeten Temperaturen von -150° Celsius und damit ist es viel zu kalt für flüssiges Wasser.

Anders als Jupiter in unserem Sonnensystem schaffte dieser Planet es nicht, genügend Gas anzusammeln, um zu einem Giganten heranzuwachsen.

„Dieses Sonnensystem verlor das Gas“ sagt Scott Gaudi vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics.

Weitere Analysen der Daten deuten darauf hin, dass auch eine jupitergroße Welt in diesem System vorhanden sein könnte. Außerdem kalkulierte das Astronomenteam, das bei etwa einem Drittel aller main sequence Sterne (Hauptreihensterne) eisige Super Erde zu finden sein müssten. Diese Theorie beruht darauf, dass kleinere Planeten sich leichter um leichtgewichtigere Sterne formen können als die Gasgiganten, die erheblich mehr umgebendes Material benötigen und da die meisten Sterne in der Milchstraße zu den Roten Zwergen gehören, müssten demnach weit mehr Super Erde dort draußen auf ihre Entdeckung warten als jupiterähnliche Gasriesen.

Die Astronomen fanden den neuen Planeten übrigens mit der microlensing Technik. Diese Technik nutzt einen Gravitationseffekt, den bereits Einstein vorhergesagt hat, indem ein im Vordergrund stehender Stern das Licht von einem weit entfernt liegenden Stern durch eine so genannte Gravitationslinse vergrößert.

„Microlensing ist der einzige Weg erdähnliche Planeten mit dem gegenwärtigen Technologiestand zu entdecken“ so Gaudi.

Quelle: CfA

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