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Astronomen messen die Masse von binären Braunen Zwergen

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Zum ersten Mal ist es Astronomen gelungen ein binäres Paar von Braunen Zwergen zu wiegen und ihren Durchmesser präzise zu bestimmen.

Dies ist mit den gegenwärtigen technischen Mitteln bei alleinstehenden Braunen Zwergen nicht möglich und wurde bei dem seltsamen Paar nur möglich, da diese sich beiden umkreisen und von der Erde aus betrachtet regelmäßig überschneiden.

Bei einem Braunen Zwerg handelt es sich um ein Objekt, das eine Zwischenstufe zwischen Planet und Stern bildet und nicht genügend Masse besitzt um die Inneren Kernfusionsprozesse zu starten. Deshalb handelt es sich hier um leuchtschwache, aber massereiche Objekte von der Größe eines Planeten.

Eines der beiden Objekte ist 55 Mal massereicher als Jupiter, wohingegen der andere „nur“ die 35-fache Masse des größten Planeten unseres Sonnensystems besitzt (wobei die Fehlertoleranz etwa 10 % beträgt). Um als richtiger Stern zu gelten und mit dem verbrennen von Wasserstoff anfangen zu können, müsste ein Brauner Zwerg mindestens 80 Jupitermassen besitzen und zum Vergleich, die Sonne ist 1000-mal massereicher als Jupiter.

Die Astronomen waren überrascht, als sie anhand der Variationen im Lichtspektrum entdeckten, das der kühlere der beiden auch der massereichere ist, was im Gegensatz zu allen Vorhersagen über Braune Zwerge dieses Alters steht. Deswegen halten die Astronomen es auch für möglich, dass beide nicht das gleiche Alter besitzen und einer von beiden erst später eingefangen wurde.

Beide Braunen Zwerge umkreisen sich dabei so dicht, dass es so aussieht, als ob es sich nur um ein einzelnes Objekt handelt. Und dank des regelmäßigen Verfinsterns der Helligkeit, wenn ein Brauner Zwerg an der Vorderseite des anderen vorbeizieht, waren die Astronomen in der Lage die Umlaufbahnen der beiden Objekte zu bestimmen und anhand dieser Daten konnten sie durch die Newtonschen Axiome auch die Masse bestimmen.

Die Größe der beiden Objekte bestimmten die Astronomen durch die Dauer der Verdunkelung der Lichtkurve. Und für ihr junges Alter besitzen die Braunen Zwerge eine erstaunliche Größe, mit einem ähnlichen Durchmesser wie die Sonne. Beheimatet sind die beiden Objekte im Orion Nebel, einer stellaren Kinderstätte, mit Sternen, die weniger als 10 Millionen Jahre alt sind.

Bestätigt durch die neuen Beobachtungen wurde die Theorie, das Braune Zwerge als sterngroße Objekte starten und mit der Zeit schrumpfen und abkühlen und letztendlich nur noch die Größe eines Gasgiganten besitzen.

Quelle: Hubble Site

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