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Flüssiges Wasser auf Enceladus

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Bereits seit dem Eintritt der Cassini Sonde in das Saturnsystem mit seinen Monden, wurden schnell einige überraschende Entdeckungen auf dem kleinen Mond Enceladus gemacht. Doch die Überraschendste ist die vom flüssigen Wasser, das geysirartig von der Oberfläche aufsteigt.

Hochauflösende Bilder der Cassini Sonde zeigen eisige Jets und gewaltige Rauchfahnen von großen Mengen ausgestoßener Partikel, die sich sehr schnell bewegen. Wissenschaftler hatten bisher verschiedene Modelle erstellt, um diesen Prozess zu erklären, doch wie so oft, ist die Wahrheit noch wesentlich faszinierender.  

Die Jets stammen von Eruptionen aus nahe der Oberfläche gelegenen Wasserreservoirs, die eine Temperatur um 0 Grad Celsius haben und damit eine kalte Version der Geysire des Yellowstone Nationalparks sind.

„Bisher wusste wir von drei Orten auf denen es aktiven Vulkanismus gibt: dem Jupitermond Io, der Erde und wahrscheinlich auch auf dem Neptunmond Triton. Doch Cassini änderte dies und machte Enceladus zum neusten Mitglied in diesem exklusiven Club und zu einem der interessantesten Orte des Sonnensystems“ sagt Dr. John Spencer vom Southwest Research Institute.

„Andere Monde im Sonnensystem haben Ozeane aus flüssigem Wasser bedeckt unter Kilometerdicken Eiskrusten“ sagt Dr. Andrew Ingersoll vom California Institute of Technology. „Was den Unterschied ausmacht ist, das Taschen von flüssigen Wasser nur wenige Meter unter der Oberfläche liegen.“

„Als wir mit Cassini uns dem Saturn näherten, entdeckten wir das das ganze Saturnsystem mit Sauerstoffatomen angefüllt ist. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir keine Ahnung vorher die Sauerstoffatome stammen“ sagt Dr. Candy Hansen. „Nun wissen wir das Enceladus Wassermoleküle ausspeit, welche in ihre Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zerfallen.“

Die Wissenschaftler müssen noch einige wichtige Fragen klären. Warum ist Enceladus gegenwärtig so aktiv? Sind auch weitere Seiten von Enceladus aktiv? War diese Aktivität in der Geschichte des Mondes lange genug vorhanden um Leben hervorzubringen und im Inneren zu beherbergen?

Den nächsten Blick wird die Cassini Sonde im Frühling 2008 auf Enceladus werfen können, wenn die Sonde in nur 350 Kilometer Entfernung an dem Mond vorbeifliegt.

„Da gibt es gar keinen Zweifel, das die Monde Titan und Enceladus eine sehr hohe Priorität haben. Saturn hat und zwei aufregende Welten zum Erforschen gegeben“ sagt Dr. Jonathan Lunine von der University of Arizona.

Animationen der NASA

Quelle: JPL

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