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Wissenschaftler blicken in die Sonne um den nächsten Sonnenzyklus vorherzusagen

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Seit tausenden von Jahren (genauer gesagt seit Anbeginn unseres Sonnensystems) wüteten Sonnenstürme um die Erde, ohne das deren Bewohner davon etwas mitbekommen haben. Doch diese Zeiten sind vorbei.

Geisterhafte Lichterscheinungen am Himmel, insbesondere über der Polarregion (Nordlichter), waren bisher die einzigsten Hinweise, doch dank moderner Technologie sind die Geisterjäger überflüssig.

Sonnenstürme können eine echte Gefahr für Satelliten darstellen und können selbst auf der Erde die Radiokommunikation beeinflussen und für Stromausfälle sorgen. Beginnen tun diese Stürme mit verworrenen Magnetfeldern durch das elektrisch geladene Plasma der Sonne. Und genau wie ein überdrehtes Gummiband können diese magnetischen Feldlinien eine neue Form annehmen und gewaltige Energiemengen in einem solaren Flare freisetzen, besser bekannt unter dem Begriff coronal mass ejection (CME).

Die solaren Flares sind dabei Explosionen in der Atmosphäre der Sonne, mit einer Energiemenge die Milliardenfach stärker ist als eine Atombombe mit einer Sprengkraft von einer Megatonne. Außerdem können durch das Magnetfeld der Sonne Milliarden von Tonnen Plasma ins Weltall hinausgeschleudert werden, das sich mit einer ungeheuren Geschwindigkeit (mehrere Millionen Kilometer pro Stunde) bewegt.

Diese gewalttätige Sonnenaktivität steht dabei oft in Zusammenhang mit Sonnenflecken, dunklen Punkten auf der Oberfläche der Sonne, welche wiederum in Verbindung mit konzentrierten Magnetfeldern stehen.

Unsere Sonne durchläuft dabei einen 11-jährigen Zyklus, wo ihre Aktivität von stürmisch bis ruhig schwankt. Deshalb ist eine genaue Vorhersage dieser Ereignisse wichtig und genau dem hat sich ein Team von Wissenschaftlern angenommen.

Ein Schlüssel ist dabei den Plasmafluss im Inneren der Sonne zu verstehen, doch dank einer neuen Technik namens „helioseismology“ können die Wissenschaftler auch die Details nachvollziehen. Dabei setzen die Wissenschaftler auf Spuren von Schallwellen, um ein Bild vom inneren Aufbau zu erhalten, ähnlich wie auch Ultraschall auf der Erde funktioniert.

Ihre ersten „solar climate“ Vorhersagen beruhen dabei auf bahnbrechenden Beobachtungen von Sonden (z.B. SOHO) die das Innere der Sonde untersucht haben bis hin zu neuen Computersimulationen.  

Demnach soll die nächste Sonnenaktivität um 30 bis 50 % stärker sein als die vorherige und etwa 1 Jahr Verspätung haben. Ob die neuen Erkenntnisse also etwas taugen, muss sich erst noch zeigen.

Bilder und Animationen der NASA

Quelle: NASA

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