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Magnetische Felder formen Jets von sterbenden Sternen

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Ausgespuckte Moleküle von sterbenden Sternen werden durch magnetischer Felder eng begrenzt und bilden so Jets, wie Astronomen mit dem Very Long Baseline Array (VLBA) Radioteleskop herausgefunden haben.

Die Astronomen benutzten das Radioteleskop um einen alten Stern, etwa 8.500 Lichtjahre entfernt zu untersuchen.Der Stern trägt die Bezeichnung W43A und liegt im Sternbild Aquila (Adler) und bildet gerade einen planetarischen Nebel, bevor der Kern des Stern kollabiert.

Bereits 2002 entdeckten die Astronomen hier, dass der alternde Stern zwei Jets aus Wassermolekülen besitzt und dies war ein wissenschaftlicher Durchbruch im Verständnis wie planetarische Nebel gebildet werden, insbesondere denen mit einer ausgestreckten Form.

„Die nächste Frage war, was die ausströmende Materie in eng begrenzte Jets beschränkt? Theoretiker dachten gleich an Magnetfelder und wir haben die ersten Beweise dafür gefunden, dass magnetische Felder einen Jet begrenzen“ sagt Wouter Vlemmings vom Jodrell Bank Observatory der University of Manchester in England.

„Magnetische Felder wurden in Verbindung mit Jets bereits zuvor bei Quasaren und Protosternen entdeckt. Die neuen VLBA Beobachtungen liefern zum ersten Mal eine direkte Verbindung [zu sterbenden Sternen]“ so Vlemmings.

Durch das VLBA waren die Wissenschaftler in der Lage die durch die Wassermoleküle emittierten Radiowellen zu studieren und so die Stärke und Orientierung des umgebenden Magnetfeldes zu bestimmen.

Übrigens wird auch unsere Sonne am Ende ihres Lebens die äußere Hülle abstreifen und einen planetarischen Nebel bilden, bevor der Kern zu einem Weißen Zwerg kollabiert. Dies ist also nichts ungewöhnliches, doch rätselhaft ist, warum die meisten Sterne die planetarische Nebel produzieren sphärisch (kugelförmig) sind, die gebildeten Nebel aber nicht. Stattdessen zeigen diese komplexe und ungewöhnliche Formen und viele sind stark ausgedehnt.

Doch schon bei den vorangegangenen Beobachtungen wurde ein Mechanismus entdeckt, der für die ungewöhnlichen Formen verantwortlich sein könnte. Demnach treten die Jets verdreht (korkenzieherartig) aus und was immer hierfür verantwortlich ist, verlangsamt auch die Rotation.

Übrigens wurden die Wassermoleküle in Regionen etwa 160 Milliarden Kilometer entfernt vom Stern beobachtet, wo sie die Radiowellen mit einer Frequenz von 22 GHz verstärken. Solche Regionen werden auch als „masers“ bezeichnet, da sie Mikrowellenstrahlung auf die gleiche weise verstärken, wie Laserverstärker Lichtwellen.

Quelle: NRAO

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