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Cepheiden und ihre Kokons

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Amerikanische und französische Astronomen benutzten das Very Large Telescope Interferometer (VLTI) der europäischen Südsternwarte ESO in Chile und das CHARA Interferometer am Mount Wilson in Kalifornien und entdeckten um drei veränderliche Cepheiden ungewöhnliche Hüllen. Darunter befindet sich auch der Polarstern.

Cepheiden sind eine Klasse von veränderlichen Sternen, die ihre Leuchtkraft periodisch ändern, wobei dies auch auf ihre Oberflächentemperatur zutrifft und daher in der Astronomie eine große Bedeutung haben, da anhand ihrer die Entfernungen bestimmt werden.

Nun wurde allerdings zum ersten Mal Materie um diesen wichtigen Sterntyp entdeckt und dies ist eine kleine Überraschung.

Der auf der südlichen Hemisphäre beheimatete Cepheid L Carinae wurden dabei mit den VINCI und MIDI Instrumenten des VLTI untersucht, während die auf der nördlichen Hemisphäre positionierten Sterne Polaris (der Polarstern) und Delta Cephei (Der Stern nachdem die Cepheiden benannt wurden) von CHARA untersucht wurden.

„Die Tatsache das solche Abweichungen um alle drei Sterne gefunden wurden, welche alle sehr unterschiedliche Eigenschaften haben, scheint darauf hinzudeuten, dass umgebene Materiehüllen um Cepheiden ein weit verbreitetes Phänomen sind“ sagt Pierre Kervella.

Die entdeckten Hüllen sind dabei 2-3 Mal größer als die Sterne selbst und dies obwohl Sterne dieses Typs für gewöhnlich Supergiganten sind, wie das Beispiel von L Carinae eindrucksvoll zeigt, denn dieser Stern ist der hellste Cepheid am Himmel und 10-mal massereicher als unsere Sonne, wohingegen sein Radius sogar 180-mal größer ist.

Dagegen wirkt sogar der „nur“ 43-mal größere Delta Cephei recht klein, der übrigens im 18. Jahrhundert von dem englischen Amateurastronomen John Goodricke entdeckt wurde.

„Der physikalische Prozess, der diese Hüllen verursacht, bleibt dabei im Dunkeln, doch in Analogie zu anderen Sterntypen ist es möglich, das diese Umgebung durch weggeschleuderte Materie vom Stern selbst gebildet wird“ so Antoine Mérand.

Quelle: ESO

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