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Mars Reconnaissance Orbiter steht kurz vor der Ankunft am Roten Planeten

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Am 10. März wird der neuste Orbiter in der Armada von Raumsonden um den Planeten Mars sein Haupttriebwerk zünden und in eine niedrige Umlaufbahn einschwenken und den Roten Planeten mit einem großen Detailreichtum untersuchen.

Das Zünden des Haupttriebwerks ist ein kritischer Moment und während dieser spannenden 30 Minuten, taucht die Sonde auch in den Funkschatten des Planeten ein, so das keinerlei Daten empfangen werden können. Erst wenn die Sonde sich der erdzugewandten Seite des Planeten nährt, besteht wieder Funkkontakt.

„Diese Mission wird unser wissenschaftliches Verständnis vom Mars erweitern, den Weg für die nächsten robotischen Missionen in dieser Dekade ebnen und uns bei der Vorbereitung Menschen zum Mars zu schicken helfen“ sagt Doug McCuistion, Direktor vom NASA's Mars Exploration Program.

Der Orbiter ist mit sechs Instrumenten ausgestattet um jedes Level des Mars von unterirdischen Schichten bis hin zur oberen Atmosphäre zu untersuchen. Außerdem ist die Sonde mit der besten teleskopischen Kamera ausgestattet, die jemals zu einem anderen Planeten geschickt wurde und kann damit selbst kleine Felsen aus dem Orbit ablichten. Des weiteren kann der erweiterte mineral-mapper auch nur geringe Wasservorkommen aufspüren.

Auch eine Wetterkamera ist an Bord, um täglich den gesamten Planeten aufzuzeichnen and last but not least befindet sich ein Infrarotinstrument an Bord mit dem die atmosphärischen Temperaturen aufgezeichnet und selbst kleinste Mengen von Wasserdampf nachgewiesen werden können.

Dabei fallen natürlich Unmengen von Daten an und deswegen kann die Sonde mit ihrer 3-Meter Antenne zehn Mal schneller die Daten zur Erde senden als bei allen vorherigen Missionen.

„Dieses Raumfahrzeug wird mehr Daten zurücksenden als alle Marsmissionen zusammen“ sagt Jim Graf, Projektmanager des Mars Reconnaissance Orbiter vom Jet Propulsion Laboratory der NASA.

Neben der wissenschaftlichen Analyse dient die Sonde während ihrer 5-jährigen Mission zukünftigen Missionen wie dem Phoenix Mars Scout (2008) und dem Mars Science Laboratory (2009) auch als Relaisstation.

Doch bevor der Orbiter nach seinem zünden der Triebwerke mit der Arbeit beginnen kann, wird er durch ein 6-monatiges „aerobraking“ Manöver noch von einem 35-stündigen Orbit auf einen 2-stündigen, nahezu kreisförmigen, Orbit heruntergebremst.

Quelle: JPL

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