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HD 189733b: Spitzer entdeckt die nahliegendste heiße außerirdische Welt

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Ein Team von Astronomen benutzte das Spitzer Weltraumteleskop um einen straken Fluss von Wärmestrahlung von einem gerösteten Planeten um einen nahe gelegen Stern zu untersuchen.

Außerdem gelang den Astronomen so, die Oberflächentemperatur des Planeten zu bestimmen.

„Dies ist der nahliegendste extrasolare Planet, der direkt entdeckt wurde und die stärksten Wärmeemissionen besitzt, die jemals bei einem Exoplanet gesehen wurden“ sagt Drake Deming von NASA's Goddard Space Flight Center.

Der Planet HD 189733b, der mit 63 Lichtjahren zur direkten kosmischen Nachbarschaft unserer Sonne gehört, liegt in Richtung des Dumbbell Nebels (M27) und der Planet umkreist den Stern dabei sehr dicht, gerade einmal etwas mehr als 3% der Strecke Sonne-Erde. Aufgrund der dichten Entfernung zum Stern wird der Planet regelrecht getoastet und besitzt eine Temperatur von 844° Celsius.

Erste Hinweise auf den Planeten entdeckte bereits letztes Jahr François Bouchy von dem Marseille Astrophysics Laboratory in Frankreich. Er bestimmte die Masse des Planeten auf ungefähr 1,15 Jupitermassen, seine Größe auf den 1,26-fachen Wert von Jupiter und auch seine Dichte (0,75 g/cm³) zeigt, das es sich um einen Gasplaneten handelt.

Außerdem entdeckten sie, dass der Planet eine Umlaufperiode von 2,219 Tagen hat und sehr heiß sein muss, doch genaue Daten blieben ihnen verwert, bis zu den Spitzeruntersuchungen.

Die Temperatur des Planeten ist dabei viel zu hoch für flüssiges Wasser und auch auf möglichen Monden in einer Umlaufbahn um den Planeten ist Leben aufgrund der geringen Distanz zur Sonne unmöglich.

Das Team um Drake Deming benutzte dabei die selbe Infrarotmethode zur Beobachtung, die auch zuletzt eine Gruppe vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics benutzte um die beiden „hot Jupiters“ HD 209458b und TrES-1 zu untersuchen.

Dabei wird erst das einfallende Licht von Stern und Planet gemessen und anschließend abgewartet bis der Planet, aufgrund seiner natürlichen Umlaufbahn, hinter den Stern verschwunden ist, um nun das einfallende Licht des Sterns alleine zu messen.

Quelle: Spitzer Space Telescope

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