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Neue Theorie löst das Rätsel der ungewöhnlichen kosmischen Strahlung

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Als die Voyager 1 Sonde im Dezember 2004 die so genannte „termination shock“ Zone passierte, lösten ihre Daten bei vielen Wissenschaftlern Verwunderung aus, da 20 Jahre alte Vorhersagen widerlegt worden waren.

Am Rand unseres Sonnensystems erwarteten die Wissenschaftler nämlich die Quelle der anormalen kosmischen Strahlung, darunter die energiereichste Strahlung des Sonnensystems, die eigentlich durch den „termination shock“ gebildet werden sollte. Doch wie dem auch sei, anstatt der Quelle fand die Sonde nur ein Rätsel.

Der „termination shock“ ist die Grenze unseres Sonnensystems wo Partikel von der Sonne durch das interstellare Medium plötzlich abgebremst werden. Und bisher ging man davon aus, dass seine Form keine Rolle spielt. Doch Dr. David McComas vom Southwest Research Institute denkt da anders und hat eine Erklärung dafür, warum die Voyager Sonde keine ungewöhnliche kosmische Strahlung entdeckte.

„Modelle zeigten, das wir die Quelle der anormalen kosmischen Strahlen im termination shock sehen sollten“ sagt McComas. „Wir waren uns sehr sicher was wir sehen würden, aber als wir da ankamen, fand wir nicht das was wir erwartet haben und es ist eindeutig nicht die Quelle der anormalen kosmischen Strahlen.“

Die Forscher waren bisher auch uneins darüber, wo der „termination shock“ eigentlich beginnt, die unstrittigsten Punkte waren da ein Sprung im Magnetfeld oder die Beschleunigung des Plasmas. Außerdem gingen die meisten Forscher davon aus, dass die Zone eine kreisförmige Form, ähnlich dem Magnetfeld der Sonnewinde, hat. Doch McComas und sein Kollege Dr. Nathan Schwadron von der Boston University sind da anderer Meinung und sagen:“ In Wahrheit kann der termination shock keine kreisförmige Form besitzen, da sich das Sonnensystem durch die Galaxis bewegt, was ehr auf die Form eines abgeflachten Ei schließen lässt.“

Demnach war das, was die Voyager 1 Sonde entdeckt hat, nur ein Bruchteil dessen was sich an den Flanken des termination shock abspielt, das nach Meinung von McComas die wahre Quelle der anormalen kosmischen Strahlen ist und das die Voyager 2 Sonde, wahrscheinlich mehr Glück haben wird, da diese dem entscheidenden Bereich auf ihrer Route näher kommt.

„Die Erklärung gibt die Voraussage, das die Voyager 2 Sonde einen größeren Sprung im Partkelfluss und ein größeres Spektrum der anormalen kosmischen Strahlen im termination shock entfaltet“ so Schwadron.

Quelle: Southwest Research Institute (SwRI)

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