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Das Wetter auf Titan

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Durch Daten von Cassini, Huygens und erdbasierten Beobachtungen waren Wissenschaftler in der Lage ein Computermodell zu erstellen, welches die Bildung von Ethan- und Methanwolken auf Titan erklärt.

Wolken wurden schon öfters auf dem größten Saturnmond gesichtet, dank der Infrarottechnologie, da optisches Licht den Dunstschleier der Titan umgibt nicht durchdringen kann. Besonders am Südpol des Mondes scheinen sie dabei gehäuft vorzukommen.

Das Klimamodell, das von europäischen Wissenschaftlern entwickelt wurde, erlaubt die Wolkenverteilung für ein Titanjahr vorauszusagen und dies sind immerhin 30 Erdenjahre und dies kommt natürlich auch der aktuellen Cassini Mission zur Gute.

Den ersten Hinweis auf kondensierende Wolken auf Titan lieferte bereits in den frühen 1980er Jahren die vorbeifliegende Voyager Sonde, aufgrund der kalten Temperatur in der Mondatmosphäre (Tropopause). Es wurde angenommen, dass der Großteil der organischen Moleküle sich durch Photochemie in der oberen Atmosphäre bildet.

Seitdem wurden zwar einige Eindimensionale, wenn auch ausgeklügelte, Modelle erstellt, doch erst das neue Modell liefert ein allgemein Gültiges. Die Wissenschaftler können nun die Bildung von verschiedenen Typen von Ethan- und Methanwolken erklären, inklusive der auffallenden südlichen Polarregion und dem Auftreten einiger sporadischer Wolken in gemäßigten Regionen im Sommer.

„Wolken in unserem Kreislaufmodell werden notwendigerweise vereinfacht gegenüber realen Wolken, doch wie dem auch sei, die Hauptwolkeneigenschaften prophezeien ein Gegenstück in der Realität.“

„Unser Modell produziert übereinstimmend Wolken an Orten, wo diese auch beobachtet werden können, doch es werden auch Vorrausagungen gemacht von Wolken, die (noch) nicht beobachtet worden sind“ sagt Pascal Rannou.

Titans Wolkenmuster hat Ähnlichkeit mit den Wolkenmustern von Mars und Erde. Die rätselhaften Wolken auf der südlichen Hemisphäre werden dabei wie tropische Wolken produziert. Doch das die Wolken nur auf bestimmten Längengraden vorkommen, ist einzigartig und könnte an den Gezeitenkräften von Saturn liegen.

Quelle: ESA

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