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Start der New Horizons Sonde

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Eigentlich war der Start der ersten Plutosonde bereits für vorgestern vorgesehen, doch starke Winde am Startplatz in Cape Canaveral, ein Stromausfall in der Missionskontrolle im Bundesstaat Maryland und zeitweise Probleme beim Deep Space Network der NASA verhinderten dies.

Heute wurde nun ein erneuter Versuch unternommen, die Atlas V Trägerrakete vom Launch Pad 41 zu starten und diesmal hat es geklappt. Um 20 Uhr MEZ hob die Trägerrakete mit der New Horizons Sonde ab.

Aufgrund der großen Entfernung zum letzten Planeten unseres Sonnensystems wird die Sonde dort aber erst 2015 angekommen und auch die Kommunikation ist aufgrund der Distanz beeinträchtigt, da Signale selbst mit Lichtgeschwindigkeit 4,5 h benötigen, um die Strecke zurückzulegen. Wenn die Sonde nicht im Januar gestartet wäre, hätte dies die Reiseroute erheblich verlängert, da so ein Rendezvous mit dem Planeten Jupiter nicht mehr möglich gewesen wäre und die Sonde auf diesen gravitationsbedingten Anschub hätte verzichten müssen.

Umweltschützer protestieren gegen diese Mission, da die Energieversorgung über einen plutoniumgetriebenen Generator gesichert wird und auch wenn dieser kleiner ist als z.B. bei der Cassini Mission, bestand ein gewisses Strahlungsrisiko bei einem Startunglück.     

Eine weitere Besonderheit ist die große Reisegeschwindigkeit der Sonde, so wird diese nach der Begegnung mit Jupiter mit über 75.000 Kilometer pro Stunde unterwegs sein und deshalb nicht in eine Umlaufbahn um Pluto einschwenken können.

Bereits im Vorfeld gab es zahlreiche Schwierigkeiten zu meistern, so wurde eine Plutomission zwar von verschiedenen Forschungseinrichtungen in den USA gewünscht, doch galt die Finanzierung lange Zeit als ungewiss. Doch da Pluto ab 2020 wieder in den Tiefen des äußeren Sonnensystems verschwindet und nur in Sonnennähe „auftaut“, drängte die Zeit, da es über 200 Jahre gedauert hätte bis Pluto wieder in Sonnennähe und damit erreichbar für irdische Sonden wäre. Dies ist auch der Grund, warum bislang keine Sonden den letzten Planeten unseres Sonnensystems untersucht hat.

Quelle: NASA

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