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Planetenjäger benutzen eine neue Technik und entdecken eine entfernte Welt

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Astronomen haben in 100 Lichtjahren Entfernung einen Planeten um einen jungen Stern gefunden. Besonders interessant ist dabei, dass sie ein relativ kleines Teleskop verwendeten, das mit einem speziellen Instrument zur Planetensuche aufgewertet wurde.

Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten für die Suche nach extrasolaren Planeten.

„In den letzten beiden Dekaden haben Astronomen bei mehr als 3.000 Sternen nach Planeten gesucht“ sagt Jian Ge, Astronomieprofessor von der University of Florida. „Unser Erfolg mit dem neuen Instrument zeigt, das wir schon sehr bald schneller und günstiger Sterne untersuchen können.“

Der gefundene Planet ist halb so massereich wie Jupiter und umkreist einen 600 Millionen Jahre alten Stern. Zum Vergleich unsere Sonne ist gut 4,5 Milliarden Jahre alt.

„Dies ist einer der jüngsten Sterne der einen planetaren Begleiter beherbergt“ so Ge. Die meisten extrasolaren Planeten, die man bisher entdeckte, wurden durch die Analyse des Sternenlichts entdeckt, wobei nach einen typischen Wackeln aufgrund der gegenseitigen Massenanziehung gesucht wird. Dabei wurden zumeist Spektrographen verwendet, doch deren Einsatz ist nicht ganz unproblematisch.

„Ein Hauptproblem mit Spektrographen ist, das sie nur einen kleinen Teil der Photonen aus der Lichtquelle aufsammeln und dies bedeutet, dass sie nur bei entfernten Planeten in Zusammenhang mit großen Teleskopen nutzbar sind“ sagt Ge.  

Das neue Instrument das die Astronomen benutzten ist ein Exoplanet Tracker, der den Spektrographen durch einen Interferometer austauscht und wesentlich genauer die Radialgeschwindigkeit messen kann.

Mit Kosten in Höhe von $ 200.000 ist dieses Gerät auch wesentlich günstiger als ein herkömmlicher Spektrograph, der über $ 1 Millionen kostet und dazu auch wesentlich kleiner und leichter. Außerdem ist es mit der neuen Erfindung möglich, mehrere Objekte gleichzeitig zu untersuchen und das Entwicklerteam arbeitet an einer Version mit der über 100 Sterne simultan studiert werden können.   

Der entdeckte Exoplanet ist der weiteste, der mit der Dopplertechnik und einem Spiegelteleskop von weniger als 1 m Durchmesser gefunden wurde. Normalerweise werden Teleskope, die zwei bis dreimal größer sind, zur Planetenjagd eingesetzt.

Der Stern, um den der neue Planet entdeckt wurde, besitzt 80 % der Masse unserer Sonne und bewahrte sich seine jugendhafte Rotationsgeschwindigkeit, weshalb er ein starkes Magnetfeld beherbergt, verbunden mit dunklen Flecken (Sonnenflecken).

Lokalisiert wurde das Sonnensystem im Virgo (Jungfrau) Sternbild und der neue Planet kreist alle 5 Tage um den Stern. Aufgrund der dichten Entfernung zwischen Stern und Planet herrschen hohe Temperaturen auf diesem, weshalb Lebensformen ausgeschlossen werden können.

Quelle: University of Florida

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