Poll: Weltraumtourismus
Für welchen Betrag würdest du ins All fliegen?
Home | News | Spitzer findet möglichen Kometenstaub um einen Toten Stern

Spitzer findet möglichen Kometenstaub um einen Toten Stern

Font size: Decrease font Enlarge font

Das Spitzer Weltraumteleskop der NASA hat etwas um den Weißen Zwerg G29-38 gefunden, das man als gesprenkelten Kometenstaub deuten könnte und dabei erlosch dieser Stern vor fast 500 Millionen Jahren.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Tote Stern noch von „überlebenden“ Kometen und möglichweißer entfernten Planeten umgeben ist. Das Ganze ist insofern interessant, als das diese Beobachtung, der erste Beweis dafür ist, dass Kometen ihre Sonne überleben können. 

„Astronomen wissen seit Dekaden das Sterne geboren werden, eine ausgedehnte mittlere Lebensphase haben und dann verblühen oder explodieren. Spitzer hilft uns dabei zu verstehen, wie sich planetare Systeme in Zusammenhang mit ihren Heimatsternen entwickeln“ so David Leisawitz vom Spitzer Forscherteam.

Ein Weißer Zwerg ist der Überrest von sonnenähnlichen Sternen der übrig bleibt, wenn diese ihren Kernbrennstoff aufgebraucht haben und sich zu einem Roten Riesen aufblähen und ihre äußere Hülle abstreifen, woraus sich ein planetarischer Nebel bildet, während sich aus dem vermeintlichen Kern der sich abkühlende Weiße Zwerg bildet. Theoretisch glauben die Astronomen, das dies noch nicht das Endstadium des Sternenlebens ist, da nach mehreren Milliarden Jahren nur noch ein Schwarzer Zwerg übrig bleibt, doch da das Universum noch nicht alt genug ist diese hypothetischen Objekten hervorzubringen bleibt es eine Theorie.  

Während der Roten Riesen Phase bläht sich ein Stern dabei um ein Vielfaches auf und verschluckt alle inneren Planeten, so das nur weit entfernte Objekte überleben können.

„Der Staub der von Spitzer um G29-38 gesehen wird hat sich womöglich erst kürzlich gebildet als ein Komet in die innere Region des Systems vordrang und durch die Gezeitenkräfte des Sterns auseinander gerissen wurde“ sagt der Astronom William Reach vom California Institute of Technology in Pasadena.

Bereits vor den Spitzer Untersuchungen galt G29-38 unter Astronomen als ungewöhnlich aufgrund einer unidentifizierten Infrarotlichtquelle. Erst Spitzer gelang es genauere Daten zu liefern, die darauf schließen lassen, dass es sich dabei um den selben Typ von Staubmineralien handelt, der bei Kometen in unserem Sonnensystem gefunden werden kann.

„Wir entdeckten eine große Anzahl an sehr kleinen Silikaten Sandkörnern“ sagt Marc Kuchner vom Goddard Space Flight Center der NASA. „Die Größe dieser Körner sagt uns, dass sie wahrscheinlich von einem Kometen stammen und nicht von einem planetarischen Körper.“

Quelle: Spitzer Space Telescope

Comments (0 posted):

Post your comment comment

Please enter the code you see in the image:

  • email Email to a friend
  • print Print version
  • Plain text Plain text
Tags
Rate this article
0