Poll: Weltraumtourismus
Für welchen Betrag würdest du ins All fliegen?
Home | News | Integral identifiziert Supernova Rate in der Milchstraße

Integral identifiziert Supernova Rate in der Milchstraße

Font size: Decrease font Enlarge font

Durch das Integral Observatorium der ESA gelang einem internationalen Team von Forschern die Produktionsrate von radioaktivem Aluminium (Al26) in massereichen Sternen und Supernovae zu bestimmen und so Rückschlüsse auf die Explosionsrate von Sternen zu ziehen.

Das Team wurde geleitet von Roland Diehl vom Max Planck Institute for Extraterrestrial Physics in Garching und es wurde ermittelt, das Gammastrahlen durch den Zerfall von Al26 Atomen aus der zentralen Region unserer Galaxie kommen und das die Produktion neuer Atomkerne ein fortlaufender Prozess ist und sich in allen Sternentstehungsgebieten galaxieweit wiederholt.

Unsere Umgebung ist zusammengesetzt aus chemischen Elementen, die sich vor langer Zeit durch nukleare Fusionsprozesse im Inneren von Sternen geformt haben und durch Supernova Explosionen freigesetzt wurden. Doch die gemessenen Al 26 Gammastrahlen sind etwas Besonderes und dem Forscherteam gelang es die Emission entlang der galaktischen Ebene zu verfolgen.

Die Scheibe unserer Galaxie rotiert um die zentrale Achse, wobei die inneren Regionen schneller rotieren, Gammastrahlen von zerfallenden Al 26 Atomen wurden in dieser Region beobachtet und sollten durch den Doppler Effekt charakteristisch abgemildert werden. Und genau dieses Schemata wurde durch Integral entdeckt.

Durch die neuen Beobachtungen ist es möglich die Gesamtmenge von Al 26 zu bestimmen, die in dem Bereich von 3 Sonnenmassen liegt, was für ein extrem seltenes Isotop sehr viel ist. Außerdem gelang den Wissenschaftlern anhand der Ergebnisse, die Rate von Supernova Explosionen in unserer Galaxis auf alle 50 Jahre zu bestimmen, was sich auch mit Beobachtungen bei anderen Galaxien deckt.

Die ersten Emissionen von zerfallenden Al26 Atomen wurden vor gar nicht langer Zeit entdeckt, erst 1978 gelang es, diese aufzuzeichnen und deren Halbwertszeit auf 720.000 Jahre zu bestimmen. Und zunächst waren die Wissenschaftler überrascht, da sie Spuren von Al26 nur in Meteoriten aus der Frühzeit unseres Sonnensystems fanden.

Quelle: ESA

Comments (0 posted):

Post your comment comment

Please enter the code you see in the image:

  • email Email to a friend
  • print Print version
  • Plain text Plain text
Tags
No tags for this article
Rate this article
0