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Benachbarte Spiralarme sind näher als gedacht

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Der Persus Spiralarm, der nächstgelegenste Spiralarm der Milchstraße zur Sonne, liegt nur halb so weit entfernt wie bislang gedacht.

Ein internationales Astronomenteam benutzte ein weltumspannendes Netz von Radioschüsseln, auch bekannt als Very Long Baseline Array (VLBA), um die akkurateste Entfernungsmessung des Perseus Spiralarmes durchzuführen. Nebenbei verbessern die durchgeführten Messungen auch die Kenntnisse über die Struktur unserer Galaxis.

„Wir wissen wenig über die Struktur unserer eigenen Galaxie verglichen mit dem, was wir über benachbarte Galaxien wie Andromeda wissen“ sagt Mark Reid vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysic. „Wir können buchstäblich den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen, da wir in die Milchstraße eingebettet sind und interstellarer Staub die Sicht blockiert.“

Frühere Bestimmungen der Entfernung des Perseus Spiralarmes von unserer Position aus variieren um den Faktor 2. Die früheren Studien basierten dabei auf der Bewegung von Sternen in 14.000 Lichtjahren Entfernung. Die neuen Messungen haben eine Toleranz von 2 % und zeigen, das der Perseus Spiralarm nur 6.400 Lichtjahre entfernt ist.

„Unser Nachbar ist dichter als wir dachten“ so Ye Xu vom Shanghai Astronomical Observatory.

Eine exakte Entfernungsbestimmung ist in der Astronomie eine große Herausforderung. Die meist benutzte Methode ist dabei die trigonometrische Parallaxe, eine ähnliche Methode wie auch die Triangulation, die von Landvermessern benutzt wird. Dabei wird die Umlaufbahn der Erde um die Sonne ausgenutzt um zwei relativ (doppelte Entfernung Erde-Sonne) weit entfernte Messungen durchzuführen. Doch bei sehr weit entfernten Objekten wird diese Methode zunehmend ungenau. Das Astronomenteam erreichte eine Genauigkeit von 10 Mikrobogensekunden und ist damit 100-mal besser als alle zuvor angewandten Methoden.

„Ich habe mehr als eine Dekade gebraucht die Kalibrierungstechniken zu entwickeln, um dieses Resultat zu erzielen“ sagt Reid.

Quelle: CfA

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