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Überreste von Beagle 2 gefunden

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Weihnachten vor zwei Jahren sollte einer der Höhepunkte der europäischen Raumfahrt werden, doch die Landung der Beagle 2 Sonde, die sich zuvor am 19. Dezember von der Mars Express Sonde trennte, schlug fehl.

Bisher konnte nicht geklärt werden, warum der Lander scheiterte, wobei man aber nüchtern betrachtet sagen muss, dass eine Landemission auf den Mars ohne Bremsraketen, die aus Kostengründen gestrichen worden waren, von vornherein keine große Chance hatte, zumal Staubstürme auf dem Mars die Luftdichte beeinträchtigen können und auch wenn Computersimulationen zeigen, dass ein Fallschirm und drei mit Ammoniak gefüllte Airbags ausreichen um sicher zu landen, benutzen die Amerikaner, den einzigsten, die es bisher überhaupt geschafft haben eine Landemission auf dem Mars erfolgreich abzuschließen, immer auch Bremsraketen.

Im Nachhinein setzte sich diese Ansicht auch bei der ESA durch, weshalb zukünftige Missionen mit einer größeren Toleranz bei dem Budget ausgestattet seien sollen und keine vorschnellen Entscheidungen mehr bei der Ausstattung getroffen werden sollen.

Nun zeigen Bilder der amerikanischen Mars Global Surveyor Sonde die möglichen Überreste des Beagle 2 Landers. In einem 19 Meter großen Krater an der nördlichen Kraterwand fanden sie hinweise auf den Einschlag des Landers.

Außerdem glaubt das Entdeckerteam, das es sich bei drei symmetrischen Objekten auf den Bildern um die Airbags handelt, wobei es so aussieht, als ob die Überreste der Sonde inklusive der Solarpanelle auf einem dieser Airbags stehen würden, auch wenn die Auflösung der Orbiterkameras nicht ausreicht, letztendlich Gewissheit zu bringen. Dazu werden erst die Augen des Mars Reconnaissance Orbiter in der Lage sein.

Möglichweise können die Bilder aber dabei helfen die genaue Absturzursache zu klären, da ein gebildeter Untersuchungsausschuss ohne Telemetriedaten auskommen musste, weshalb dieser nicht wirklich zur Klärung beitragen konnte.

Anmerkung: Beagle 2 gehörte eigentlich nicht zur Mars Express Mission dazu und wurde erst später integriert. Entwickelt wurde die Sonde vom britischen Forscher Colin Pillinger, der an der Open University in Milton Keynes arbeitet.

Benannt war die Sonde nach dem Schiff mit dem Charles Darwin in damals unbekannten Gewässern segelte.

Besonders das Planetary Underground Tool, ein Bohrer, der den Marsboden nach Spuren von Leben untersuchen sollte, stand dabei im Fokus der Öffentlichkeit.

Quelle: New Scientist

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