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Spitzer deckt die Tiefsten Geheimnisse unserer Galaxie auf

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Astronomen haben zuletzt das innere Licht gefunden! Doch fanden sie dies nicht durch den üblichen Weg der Erleuchtung durch Meditation sondern entdeckten stattdessen das Licht innerhalb unserer Wirtsgalaxie, der Milchstraße, mit dem Spitzer Weltraumteleskop.

Die Astronomen, die Mitglieder des Galactic Legacy Infrared Mid-Plane Survey Extraordinaire Team sind, benutzten Spitzers Infrarotaugen um durch die Staubgetränkte Ebene in unserer Galaxis zu blicken. Während optische Teleskope nur eine undurchdringliche Staubwand erblicken, ist diese für Spitzers Augen Transparent, weshalb alleine 100 neue Sternencluster enthüllt werden konnten, wovon jeder 10 bis 100 neue Sterne enthält.

Die neuen Cluster geben Aufschluss über die Struktur der Milchstraße und der Sternentstehungsprozesse in unserer Heimatgalaxie.

„Diese kleinen Typen waren richtig schwer zu finden“ sagt Emily Mercer von der Boston University. „Ihre Entdeckung benötigte ausgeklügelte Computer die Daten von einem flüchtigen Blick aussieben und eine sorgfältige Analyse der durch Spitzer gewonnenen Bilder.“

In der Vergangenheit war unsere Galaxie nicht so freundlich diese Daten freizugeben, da von unserer Position aus in einem der Spiralarme der Milchstraße die Lage nicht wirklich ideal für solche Beobachtungen ist. Da viele Sterne in der galaktischen Ebene weder durch optische noch im UV Bereich arbeitende Teleskope entdeckt werden können.

2/3 der neu entdeckten Sternencluster wurden dabei durch einen von Mercer entwickelten Algorithmus entdeckt, der automatisch die Daten aussiebt und nach Clustern sucht. Während der Rest durch die traditionelle Methode, der visuellen Prüfung der Bilder, gefunden wurden.   

Außerdem entdeckte das Team, das von der südlichen Hemisphäre unseres Planeten doppelt so viele Sternenhaufen sichtbar sind als von der nördlichen Hemisphäre. Diese könnte bei der Kartografierung der Spiralarme unserer Galaxie hilfreich sein. Denn während unserer Nachbargalaxien wie Andromeda oder die Magellanschen Wolken gut von der Erde aus studierbar sind, ist unsere eigene Galaxie immer für eine Überraschung gut.

„Durch das durchsichtig machen der galaktischen Ebene, öffnet Spitzer für Astronomen eine neue Tür um die Milchstraße zu erforschen“ sagt Dr. Dan Clemens ebenfalls von der Boston University.

Quelle: JPL

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