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Spitzer findet ein Minisonnensystem

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Bisher hat man über 150 extrasolare Planeten gefunden und auch die ersten Hinweise darauf, das auch Braune Zwerge Planeten beherbergen können. Nun benutzten Astronomen das Spitzer Weltraumteleskop und fanden gerade entstehende Planeten um einen Braunen Zwerg, auch „failed stars“ genannt, der selber nur Planetengröße besitzt.

Der kleine Braune Zwerg mit der Bezeichnung Cha 110913-773444 gehört zu den kleinsten seiner Klasse die bisher bekannt sind. Mit gerade einmal der 8-fachen Masse des Jupiters ist er masseärmer als so mancher Planet.

Dennoch könnte dieser Braune Zwerg ein ganzes Sonnensystem besitzen. Spitzers Infrarotaugen fanden eine dünne Staubscheibe in der durch Kollisionen untereinander Staubkörner auf Planetengröße anwachsen können.

„Unser Ziel ist es Beweise für die kleinste Sonne und einer Planetenentstehung zu finden“ sagt Dr. Kevin Luhman of Pennsylvania State University. „Hier haben wir eine Sonne, die so klein ist, das sie die Größe eines Planeten besitzt.“

Der beobachtete Braune Zwerg ist gerade einmal 2 Millionen Jahre alt und liegt im 500 Lichtjahre entfernten Sternbild Chamäleon.

Aufgrund der geringen Größe des Braunen Zwergs stellt sich die Frage, wie er von einem Planeten unterscheidet werden kann. „Es gibt zwei Lager mit unterschiedlicher Auffassung einen Braunen Zwerg von einem Planeten zu unterscheiden“ sagt Dr. Giovanni Fazio vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics. „Die einen sagen durch die Größe und die anderen unterscheiden die Entstehung. In diesem Fall würde das Objekt als planetenähnlich aufgrund seiner Größe eingestuft werden und so wie es sich gebildet hat als Brauner Zwerg. Deshalb stellt sich die Frage ob, die Objekte die sich in der Staubscheibe bilden Planeten oder Monde genannt werden sollten.“

Bereits im letzten Jahr entdeckte das Team um Dr. Kevin Luhman einen Braunen Zwerg in einer Staubscheibe, der nur 15-mal so massereich wie Jupiter, und damit vergleichbar mit einigen extrasolaren Planeten, ist und die Bezeichnung OTS 44 trägt

Quelle: Spitzer Space Telescope

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