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N132D: Schwaches Nachglühen einer nahen Sternenexplosion

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Ein schönes Bild zeigt eine glühende hufförmige Wolke vor dem Hintergrund von tausenden von Sternen der Großen Magellanschen Wolke, einer benachbarten Galaxie, über 160.000 Lichtjahre entfernt.

Observationen mit dem Chandra Röntgenstrahlen Observatorium und dem Hubble Weltraumteleskop wurden für ein zusammengesetztes Bild benutzt und zeigen einen Supernova Überrest, der durch die Explosion eines massereichen Sterns entstanden ist.

Die Explosion sendete Schockwellen durch das interstellare Medium aus, die sich mit mehreren Millionen Kilometern pro Stunde ausbreiteten. Diese Schockwellen wiederum produzierten plötzliche Änderungen im Druck und der Temperatur hinter der Schockwelle.

Das Röntgenstrahlglühen im Bild wurde hauptsächlich durch Schockwellen verursacht, die das umgebene interstellare Gas erhitzten und zwar auf Temperaturen von über 10 Millionen Grad. Die hufeisenförmige Form der Wolke entstand wohl aus einer ungleichen Verteilung des interstellaren Gases in der Umgebung.

Tief im Inneren des Überrest entdeckte das Hubble Weltraumteleskop eine schmalere, helle halbmondförmige Wolke bestehend aus Emissionen von Wasserstoffgas und dunklen violetten Strähnen die mit Sauerstoffreichen Regionen übereinstimmen. Diese „Strähnen“ liefern also Beweise für die Entstehung von Sauerstoff und anderen höheren Elementen wie Kohlenstoff durch die Reaktionen im Kern kurz vor der eigentlichen Supernova Explosion, denn erst hier sind die Drücke im inneren stark genug schwere Elemente zu produzieren, die durch die Explosion dem interstellaren Medium hinzugefügt werden und so die Basis für neue Sterne und Planeten bilden.  

Der Stern der hier explodierte war wahrscheinlich 20 Mal massereicher als unsere Sonne, doch die meisten Sterne im Bild sind wesentlich masseärmer und werde ähnlich wie unsere Sonne nicht in einer Supernova explodieren, sondern stattdessen sich zu einem Roten Riesen aufblähen, die äußere Hülle abstreifen und ihr restliches Dasein als abkühlender Weißer Zwerg fristen.

Quelle: Chandra X-Ray Observatory Center

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