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Schicksal von CryoSat ungewiss

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Der europäische Erdbeobachtungssatellit CryoSat, der heute mit einer ehemaligen russischen Atomrakete vom Kosmodrom in Plesetsk gestartet wurde, ist wahrscheinlich verloren.

"We have no information on what the status of the mission is - whether separation has taken place or not and whether the satellite is healthy," so der Direktor der Erdbeobachtung der ESA Volker Liebig.

Warum man auf eine umgebaute 2-stufige russische Atomrakete vom Typ SS-19 gesetzt hat, die um eine dritte Stufe vom Typ Breeze-KM erweitert wurde und nicht auf eine verlässlichere Proton Rakete, bleibt wohl ein Geheimnis.

Zumal das nördlich von Moskau gelegene Kosmodrom Plesetsk auch für Raketen von Typ Proton ausgelegt ist. Dieser Starkomplex wurde übrigens ausgewählt, da man von ihr aus am einfachsten einen Satelliten auf eine polare Umlaufbahn befördern kann.

CryoSat sollte über einen Zeitraum von 3 Jahren mit seinem speziellen Dopplerradar die Polarkappen untersuchen und so die Auswirkungen der globalen Erderwärmung messen.

Getreu dem Motto: „Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen“, erreicht die europäische „Pannenserie“ einen neuen Höhepunkt, auch wenn es niemand in Europa gerne hört, aber nach der Panne bei der Energieversorgung der Mars Express Sonde, aufgrund einer defekten Steckverbindung muss die europäische Mars Sonde mit nur 70% Leistung auskommen, dem Verlust des Beagle 2 Landers, den Triebwerksproblemen der Smart-1 Sonde und der zweijährigen Verzögerung bei der Einführung der neuen Ariane 5 Rakete (ESC-A), aufgrund der notwendigen Sprengung des Prototyps beim Start im Dezember 2002, da man „genialer“ weise Software von der Ariane 4 Rakete verwendete und der Bordcomputer der Ariane 5 dadurch wohl etwas irritiert war und deshalb einen falschen Kurs einschlug. Dies verhinderte unter anderem, das die europäische Rosetta Sonde zu ihrem ursprünglichen Ziel starten konnte, weshalb erst ein neuer Komet gesucht werden musste.

Anmerkung: Inzwischen bestätigte die russische Raumfahrt Agentur, dass eine Triebwerksfehlfunktion die Rakete ins Meer stürzen ließ.

Quelle: ESA

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