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Ulysses: 15 Jahre und kein Ende

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15 Jahre nach dem Start der Sonde ist das europäisch – amerikanische Projekt immer noch in einem tadellosen Zustand und liefert wertvolle Daten über den nahgelegensten Stern – unsere Sonne.

Am 6. Oktober 1990 brachte das Space Shuttle Discovery die in Europa gebaute Ulysses Sonde in den Erdorbit und von hier aus startete die Sonde auf eine Polare Umlaufbahn um die Sonne. Ulysses ist die erste Sonde gewesen, die auf eine solchen Orbit befördert wurde und ein Umlauf um die Sonne dauert 6 Jahre, da die Sonde bei ihrer Reise die Gravitationskräfte des größten Planeten in unserem Sonnensystem, dem Planeten Jupiter, ausnutzt.

Während dieser Forschungsreise eröffnete die Ulysses Sonde ein neue Sicht auf die Heliosphäre, die vom Sonnenwind dominierte Blase die die Sonne umgibt und an dessen Rand zum interstellaren Medium sich gerade die Voyager 1 Sonde befindet.  

Die Sonde ist mit einem ausgeklügelten Set von wissenschaftlichen Instrumenten ausgestattet, wovon viele zum Zeitpunkt des Startes der Sonde Prototypen waren.

Die Sonde geht auf Planungen aus den 1970er Jahren zurück und lieferte vor allem bedeutende Informationen über den Sonnenwind. Dabei handelt es sich um elektrisch geladene Partikel, die, wenn sie auf das Erdmagnetfeld treffen, in unseren Breitgraden Nordlichter auslösen können, aber auch eine Gefahr für das Stromnetz sowie für Satelliten und unsere moderne Telekommunikation darstellen.    

Darüber hinaus wurde auch das Magnetfeld der Sonne, und hier insbesondere das Phänomen der gegenteiligen Polarität studiert (alle 11 Jahre dreht sich das Magnetfeld der Sonne, was unter anderem das Auftreten der Sonnenflecken beeinflusst), sowie die Natur der kosmischen Strahlung.

Die Sonde soll noch mindestens bis zum März 2008 weitergeführt werden und der eigentliche Start sollte bereits 1986 erfolgen, doch das Unglück der Raumfähre Challenger sorgte für eine Verzögerung.  Und auch Budgetkürzungen der NASA wirkten sich auf dieses Projekt aus, da ursprünglich sowohl eine amerikanische als auch eine europäische Sonde geplant waren, letztendlich wurde aber nur eine Sonde gebaut und je zur Hälfte mit europäischer und amerikanischer Technologie ausgestattet.

Quelle: ESA

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