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Voyager Sonde findet einige Überraschungen am Rand des Sonnensystems

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Die Voyager 1 Sonde enthüllt neue interessante Informationen über den Rand des Sonnensystems.

Die Voyager 1 Sonde befindet sich gerade in der so genannten Heliopause, dem Bereich unseres Sonnensystems wo der Einfluss der Sonne endet und Sonnenwindpartikel auf das interstellare Medium treffen. Dabei handelt es sich um kleine Gasteilchen zwischen den Sternen.

„Die Voyager 1 Sonde enthüllte auf ihrer 28-jährigen Entdeckungsreise schon zahlreiche Überraschungen. Sie sagte uns, das die Interaktion zwischen der Sonne und dem umgebenden interstellaren Material fremder Sterne dynamischer und komplexer ist als wir uns gedacht haben und das es immer noch viel zu lernen gibt, jetzt wo die Voyager 1 Sonde ihre letzte Etappe zum Rand des Sonnensystem begonnen hat“ sagt Dr. Edward Stone vom California Institute of Technology in Pasadena.

Es wird erwartet, das die Voyager 1 Sonde innerhalb der nächsten 8-10 Jahre die Heliopause hinter sich lässt und in das interstellare Medium eintritt. Die Voyager 2 Sonde wird 5 Jahre später folgen. Das es keine exaktere Daten darüber gibt liegt daran, das bisher niemand weiß wie groß der Rand unseres Sonnensystems eigentlich ist, da zwar neben den beiden Voyager Sonden auch die Pioneer 10 Sonde den Rand unseres Sonnensystems erreicht hat, aber seit 2003 keine Energie mehr hat und alle Instrumente abgeschaltet wurden. Voyager 1 ist also die erste noch funktioniere Sonde, die soweit entfernt noch Daten liefert.

Die Sonde hat den so genannten termination shock bereits passiert, dem Bereich, wo die Sonnenwindpartikel, die normalerweise mehrere Millionen Kilometer pro Stunde schnell sind, plötzlich abgebremst und damit dichter und heißer werden, da sie gegen das interstellare Gas drücken.  

Es wurde erwartet das die Winde jenseits dieser Schockzone auf einige hunderttausend Kilometer pro Stunde abgebremst werden. Doch die Daten der Voyager 1 Sonde enthüllen, das die Geschwindigkeit wesentlich geringer ist und das zum Teil die Winde wieder in Richtung Sonne gedrückt werden.

„Dies könnte bedeuten, dass der auswärts gerichtete Druck des Sonnenwindes abnimmt, wenn die Sonne in eine weniger aktiven Phase in ihrem 11-jährigen Sonnenzyklus eintritt“ so Stone.

Eine weitere Überraschung war, das die Richtung des interplanetaren Magnetfeldes im äußeren Sonnensystem langsamer variiert jenseits des termination schock. So wie die Sonne alle 26 Tage rotiert, sollte die Richtung des Feldes alle 13 Tage wechseln. Doch dieses Feld wird von den elektrisch geladenen Sonnenwinden fortgetragen und es dauert mehr als 100 Tage, an der Sonde vorbeizuziehen und die Richtung zu wechseln.    

Doch die rätselhafteste Überraschung ist das, was die Sonde nicht gefunden hat. Es wurde nämlich erwartet, dass interstellare Ionen am intensivsten in der Schockzone sind, doch die Voyager Daten widersprechen dem. Dies bedeutet, dass die Quelle der kosmischen Strahlung in dieser Region des Sonnensystems unentdeckt bleibt.

Der Kinostar (in Star Trek I spielt die fiktive Sonde Voyager 6 alias V'ger eine Hauptrolle) unter den interplanetaren Sonden ist also weiterhin immer für eine Überraschung gut.

Quelle: NASA

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