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"Zehnter Planet" besitzt einen Mond

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Astronomen vom California Institute of Technology (Caltech) haben beim so genannten zehnten Planeten (2003 UB313) einen Begleiter entdeckt.

Das von der NASA als „zehnter Planet“ bezeichnete Objekt wird immer planetenähnlicher, denn neuste Schätzungen ergaben, das dieser um 20 % größer als Pluto ist und nun auch noch einen Mond besitzt.

Der neu entdeckte Mond, leuchtet 100-mal schwächer als Xena (der vorläufige Codename für den „zehnten Planeten“, benannt nach der gleichnamigen TV-Kriegerin) und umrundet den Planeten alle paar Wochen, wie Professor Michael E. Brown und seine Kollegen vom Caltech mit dem 10-Meter Keck Observatory herausgefunden haben.

„Seit den Tagen, in denen wir Xena entdeckten, brannte uns die Frage nach einem Mond auf den Lippen“ so Brown. „Einen Mond zu haben ist von Natur aus cool und es ist etwas, was auch die meisten anderen Planeten besitzen, deshalb ist es gut das dieser auch einen besitzt.“

Brown schätzt, das „Gabrielle“ (benannt nach der Begleiterin der TV-Heldin) etwa 1/10 der Größe von Xena besitzt, was bei einem Durchmesser von etwa 2.700 Kilometern einen Monddurchmesser von rund 250 Kilometern entsprechen würde.      

Es wäre hilfreich, wenn die Wissenschaftler die Zusammensetzung des Mondes wüssten, da sie dann den Durchmesser anhand des Rückstrahlvermögens besser einschätzen könnten. Die meisten anderen Objekte jenseits des Planeten Neptun bestehen vorwiegend aus Felsgestein und Eis.

Weitere Beobachtungen mit dem Hubble Weltraumteleskop sind für November und Dezember diesen Jahres geplant. Anhand dieser Daten erhoffen sich die Wissenschaftler den exakten Orbit, sowie die Masse des Mondes bestimmen zu können.

Die Forscher waren aufgrund des Laser Guide Star Adaptive Optics system des Keck Teleskops in der Lage die Aufnahmen zu machen. Bei der adaptiven Optik handelt es sich um eine ehemals rein militärisch entwickelte Technologie, bei dem die störende Turbulenzen der Erdatmosphäre ausgeblendet werden. Das neue Laser Guide Star System ermöglichte zusätzlich einen künstlichen Referenzpunkt zu kreieren, da kein heller Stern in der Nähe von Xena ist und die adaptive Optik andernfalls nicht einsetzbar wäre.

„Mit der Laser Guide Star Adaptive Optics haben Beobachter keine größere Auflösung, aber das Licht von entfernten Objekten ist über einen kleineren Bereich konzentrierter und so werden auch dunklere Objekte sichtbar“ sagt Marcos van Dam.  

Außerdem ermöglichte das neue System auch die Entdeckung eines Begleiters beim Kuiper Gürtel Objekt 2003 EL61, wohingegen beim ähnlich großen Trans-Neptun–Objekt 2005 FY9 kein Mond entdeckt wurde.

Quelle: Caltech

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